Kommentar zum Ton, der in der AfD herrscht

Die AfD pöbelt und beleidigt: Schluss mit der Radikalisierung

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Stein des Anstoßes: Im Neubau am Akazienweg / Ecke Bürgermeister-Brunner-Straße gegenüber des Engelsburg-Gymnasiums sollten eigentlich Flüchtlinge einziehen.

In Kassel hat die AfD die Stadt so wüst kritisiert, dass die Verantwortlichen im Rathaus Anzeige erstattet haben. Gut so, meint unser Kommentator. Man muss sich nicht alles gefallen lassen.

Wer heute etwas öffentlich tut, es falsch oder richtig macht, dem ist zumeist eines sicher: ein Echo im Internet. Er erntet zuweilen Lob, oft aber einen Sturm der Entrüstung. Werden derlei Meinungsbekundungen dann anonym ins Netz gestellt, kommen oft genug Beleidigungen heraus, die jedes Maß sprengen.

Der AfD kann man zumindest zugutehalten, dass sie öffentlich unter voller Namensnennung pöbelt - wie jetzt in Kassel bei ihrer heftigen Kritik an der Stadt, deren Flüchtlingspolitik die Partei mit den Machenschaften der organisierten Kriminalität verglich. Der Applaus ungezählter Stammtische ist sicher.

Die Radikalisierung am Rednerpult, in Leserbriefen, Presseerklärungen oder Internetforen sollte nicht hingenommen werden. Natürlich muss und darf man Politiker und/oder die Stadtregierung kritisieren. Allerdings macht auch da der Ton die Musik. Die Stadt in die Nähe von kriminellen Organisationen zu rücken, schießt jedenfalls weit übers Ziel hinaus.

Dass sich die Stadt Kassel jetzt gegen derlei Beleidigungen juristisch wehrt, ist gut und richtig. Nur – nützen wird es wohl nichts. Und auch der Schreiber dieser Kolumne wird sicher wieder beleidigt werden.

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