Noch nicht alle Hürden aus dem Weg

Flüchtlingsheim hat neuen Versicherer: LVM springt bei Villa Seeberg ein

Viel Wirbel um die Villa: Nachdem die Sparkassen-Versicherung der Eigentümer-Familie Bornhütter die Versicherung für das Gebäude gekündigt hatte, ist nun die LVM-Versicherung eingesprungen.

Kassel. Im Streit um die Feuerversicherung für die neue Flüchtlingsunterkunft in der Villa Seeberg in Harleshausen hat die Sparkassen-Versicherung (SV) am Donnerstag nach einem Gespräch mit der Stadt auf ihrer Position beharrt.

Eine Entscheidung über die Weiterversicherung des Gebäudes sei erst nach einer Risikoanalyse zum Brandschutz möglich, sagte Klaus Zehner vom Vorstand der SV.

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Unterdessen ist aber ein anderer Versicherer eingesprungen: Die LVM-Versicherung hat zugesagt, das neue Asylbewerberheim zu versichern. Die Eigentümerfamilie Bornhütter will das „sehr anständige Angebot“ annehmen, kündigte Johanna Bornhütter gegenüber der HNA an.

Den Vorwurf der Diskriminierung, den Sozialdezernent Barthel der Sparkassen-Versicherung im Zusammenhang mit der Villa Seeberg gemacht hatte, wies diese zurück. Vorstandsmitglied Zehner betonte, dass die SV 30 Asylbewerberheimen Versicherungsschutz gewähre - darunter auch die ehemalige Heinrich-Steul-Schule. Das städtische Gebäude, in dem seit Anfang des Jahres Flüchtlinge untergebracht sind, ist über das Kommunalpaket der Stadt bei der SV versichert.

Auch für die Villa Seeberg ist durch das Angebot der LVM das Versicherungsproblem nun zwar gelöst. Allerdings sind damit noch nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt, um dort wie geplant bis zu 25 Frauen und Kinder aus Krisenländern unterzubringen. Für das Gebäude, das bisher als Hotel und Seminarhaus diente, gibt es bislang nur eine Genehmigung für bis zu 15 Übernachtungsgäste. Jetzt müssen die Eigentümer einen Bauantrag für die erweiterte Nutzung als Wohnheim mit bis zu 25 Plätzen stellen. Ob bauliche oder brandschutztechnische Veränderungen nötig seien, kann die städtische Bauaufsicht noch nicht abschätzen.

Fest steht: Bis zur Genehmigung dürfen maximal 15 Personen in dem Haus wohnen.

Von Katja Rudolph

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