Ab Dienstag Unterbringung an Seebergstraße

Kassel: Derzeit 280 Asylsuchende in drei Heimen

+
Jägerkaserne

Kassel. Seit Anfang des Jahres sind in Kassel 106 neue Flüchtlinge angekommen. Im gesamten Jahr 2014 rechnet die Stadt mit insgesamt 412 Neuzuweisungen, davon 223 im ersten Halbjahr. Wegen der steigenden Zahl der Asylbewerber sucht die Stadt seit Monaten mit Hochdruck nach neuen Unterkünften.

In der Regel leben Asylbewerber anfangs in Gemeinschaftsunterkünften, nach einer Eingewöhnungszeit beziehungsweise ihrer Anerkennung können sie sich normale Wohnungen suchen. Wir geben einen Überblick, wo die Stadt bereits Wohnheime eingerichtet hat und wo weitere entstehen sollen.

Aktuell sind drei Gemeinschaftsunterkünfte in Betrieb, in denen insgesamt 280 Menschen leben:

• Ehemalige Jägerkaserne: Hier leben nach den Angaben der Stadt derzeit 114 Menschen, insgesamt gibt es Platz für 135 Bewohner in der Anlage an der Ludwig-Mond-Straße (Wehlheiden).

Druseltal

• Im Druseltal: In der Gemeinschaftsunterkunft in der Nähe des Quartiers Neu-Holland an der Straße Richtung Herkules/Hohes Gras sind aktuell 119 Asylbewerber untergebracht. Insgesamt stehen dort 135 Plätze zur Verfügung.

• Ehemalige Heinrich-Steul-Schule: Diese Gemeinschaftsunterkunft in dem ehemaligen Schulgebäude an der Heinrich-Steul-Schule (Forstfeld) ist seit Ende Januar in Betrieb. Dort wohnen im Moment 50 Flüchtlinge. Die Zahl wird im Lauf des Jahres noch zunehmen: Insgesamt ist in den Räumen Platz für bis zu 130 Personen. Diese Gemeinschaftsunterkunft ist als Provisorium angelegt, unter anderem befinden sich die Sanitärräume in Containern auf dem Schulhof. Sobald die geplante Großunterkunft an der Bunsenstraße in Betrieb geht, soll die Heinrich-Steul-Schule wieder aufgegeben werden.

Von Katja Rudolph 

Drei Standorte in Planung

Noch dieses Woche werden die ersten Bewohner in ein neues kleineres Asylbewerberheim an der Seebergstraße in Harleshausen einziehen. Die 22 Plätze sind für Frauen und Kinder aus nicht-europäischen Krisenländern vorgesehen. Ebenfalls in Harleshausen soll im früheren Seniorenwohnheim Sonnenhang an der Ahnatalstraße ein Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet werden.

Ab Juli sollen die ersten Jugendlichen einziehen, insgesamt gibt es 19 Plätze. Eine neue Großunterkunft für Asylsuchende soll zudem an der Bunsenstraße (Nordstadt) errichtet werden. Sie wird - anders als zunächst geplant - nicht im Sommer, sondern erst zum Jahresende hin in Betrieb gehen.

Noch ist unklar, ob die Unterkunft für bis zu 150 Menschen in Containerbauweise entsteht oder doch ein festes Gebäude errichtet wird. Letztere Variante prüft die Stadt derzeit. Eine Alternative zum Standort Bunsenstraße, an dem es massive Kritik gab, wäre das Schwesternwohnheim im ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld (bis zu 120 Plätze).

Sollten sich die Pläne für eine Talentschmiede des türkischen Fußballclubs zerschlagen, stünde die Immobilie für die Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung. (rud)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.