Gemeinde muss sparen

Ärger über Stromverbrauch: Calden bleibt dunkel, Flughafen erleuchtet

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Hell erleuchtet: der Flughafen Kassel-Calden.

Calden. Unmut regt sich über die ausgiebige Beleuchtung des Flughafenareals: Während das Gelände und die angrenzenden Straßen und Parkplätze nachts durch hunderte Lampen beleuchtet sind, gehen in den Ortschaften der benachbarten Gemeinde Calden kurz nach Mitternacht alle Lampen aus.

Mit dieser Maßnahme soll Geld gespart werden. Die Gemeinde Calden will deshalb jetzt auf eine Änderung drängen, um unnötige Geldausgaben einzudämmen.

Die Gemeinde sei nicht bereit, Kosten zu tragen, die nicht nötig seien, sagte Caldens Bürgermeister Andreas Dinges auf Anfrage unserer Zeitung. Bisher trägt der Flughafen die Kosten für die Beleuchtung der neu gebauten Straßen. Derzeit sind noch Kanäle, Regenrückhaltebecken und Zuleitungen im Bau. Die Straße zum Info-Point wurde verlegt, in der Nähe erfolgt noch der Rückbau der alten B 7. Sobald alle Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Zuständigkeiten und Unterhaltungspflichten endgültig verteilt. Dinges: "Derzeit bezahlt der Flughafen, künftig die Gemeinde".

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Doch auch jetzt schon entstehen Kosten, die in der Gemeinde für Debatten sorgen. "Auch wenn es nur 5000 Euro im Jahr sind, aber auch davon muss die Gemeinde über ihren Anteil an der Flughafen GmbH sechs Prozent zahlen, das muss nicht sein", sagt der Bürgermeister.

Es gab deshalb einen Prüfauftrag an den Gemeindevorstand, der mit dem Flughafen Kontakt aufnahm, um die Notwendigkeit der opulenten Beleuchtung und das künftige Vorgehen zu klären.

In den Caldener Ortsteilen gab es zunächst Diskussionen wegen der nächtlichen Lichtabschaltung, da die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht habe. Doch nach Abwägung habe man sich für die Verdunkelung entschieden.

Auf unsere Anfrage vor mehreren Tagen an die Flughafen GmbH lag bis Redaktionsschluss noch keine Antwort vor.

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