RP: Kein Rechtsverstoß

Airport Calden darf Rabatte geben für Billigflieger

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Die Germania landete im Oktober vorerst letztmalig in Calden. Billigflieger könnten aber folgen. 

Auch der Kassel Airport könnte Billigflieger wie Ryanair mit Rabatten locken, neue Flugverbindungen ab Calden anzubieten. Das bestätigt das Regierungspräsidium Kassel auf Anfrage.

Es sei „völlig üblich“ solche Anreize für Fluggesellschaften zu schaffen, sagt RP-Sprecher Michael Conrad.

In der Vergangenheit war davon ausgegangen worden, Vergünstigungen bei den Flughafengebühren könnten ein Verstoß gegen EU-Beihilferichtlinien sein. Doch das RP als zuständige Behörde teilt diese Einschätzung nicht. Finanzielle Anreize müssten aber „gestaffelt und befristet sein“, betont RP-Sprecher Conrad. Gerade sorgt die Billigfluglinie Ryanair für Schlagzeilen, weil sie ihr Angebot ausbaut und am Lufthansa-Heimatflughafen Frankfurt starten will. Der Betreiber Fraport will Ryanair mit Nachlässen bei den Flughafengebühren entgegenkommen. Ein Antrag liegt dem hessischen Wirtschaftsministerium vor. Das ist für Calden nicht zuständig, teilt ein Sprecher mit. Denn die Entgeltordnung für den kleineren Flughafen genehmigt das RP Kassel.

Der Kassel Airport bestätigt unterdessen, dass es Verhandlungen mit Billigfluggesellschaftschaften gab und gibt. „Wir stehen den Verhandlungen mit jeder Airline offen gegenüber, die Kassel nachhaltig und zuverlässig in ein langfristiges Flugprogramm aufnimmt und bei der die vertraglichen Gestaltungen konform dem geltenden EU-Recht möglich sind“, sagt Sprecherin Natascha Zemmin. Die Entgeltordnung sieht bereits Rabattprogramme für reduzierte Start- und Landeentgelte vor.

„Wir sind immer interessiert an neuen Routen, aber beteiligen uns nicht an Spekulationen“, heißt es von Ryan-air. Die Auswahl von neuen Strecken erfolge basierend auf verfügbaren Flugzeugkapazitäten, Kundennachfrage und rentablen Vereinbarungen mit dem Flughafen, sagt Robin Kiely, Leiter der Ryanair-Kommunikation.

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