Land Hessen übernimmt Löwen-Anteil - Stadt und Kreis Kassel zahlen je 2,5 Mio. Euro mehr als geplant

Ausbau von Kassel-Calden kostet mindestens 225 Mio. Euro

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74 Millionen Euro mehr soll der Flughafen Kassel-Calden nun kosten.

Kassel / Calden. Der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden wird 74 Millionen Euro teurer als bisher geplant. Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, dass die Anteilseigner an der Flughafen-GmbH mit einer Gesamtsumme von 225 Millionen Euro planen.

Bisher war man von 151 Millionen Baukosten ausgegangen. Der Flughafen wird voraussichtlich auch später eröffnet als bisher geplant. Der früheste Termin ist der Sommer 2012.

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Denn die EU muss nun erst wieder prüfen, ob es rechtens ist, dass so viel mehr Steuergelder für den Flughafen ausgegeben werden und somit womöglich eine Wettbewerbsverzerung für andere Flughäfen eintreten könnte.

Diese Prüfung wird mindestens zwei Monate dauern, es könnten aber auch 15 Monate ins Land gehen. Minister Weimar, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH ist, zeigte sich am Donnerstag optimistisch, dass man die Hürde in Brüssel mühelos überspringen werde.

Den Löwenanteil der Mehrkosten wird das Land Hessen tragen. Die Stadt Kassel wird ihre Investitionen um 2,5 Millionen Euro von bisher 13 auf 15, 5 Millionen erhöhen. Auch der Landkreis Kassel zahlt 2, 5 Millionen Euro mehr und damit wie die Stadt 15,5 Millionen. Für die Gemeinde Calden ändert sich nur wenig. Sie zahlt statt bisher sechs Millionen Euro nun höchstens sieben Millionen.

Man hatte sich eine Deckelung schon in der Vergangenheit in den Gesellschaftervertrag schreiben lassen. Die Erhöhung der Investitionskosten muss nun noch von den jeweiligen Parlamenten abgesegnet werden. Die Kosten seien geklettert, weil Grunderwerb, Planungen, Hochbauten und technische Einrichtungen teurer geworden seien als angenommen, sagte Weimar.

Bisher habe man schon 40 Millionen Euro für Grundankauf, Rechtsverfahren und Planungen ausgegeben.

Von Frank Thonicke

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