Frau fiel bei Kontrolle auf

Irakerin mit Kind über Flughafen in Calden eingeschleust

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Hier flog der Betrug auf: Eine Irakerin landete mit ihrer kleinen Tochter auf dem Kassel Airport. Dort wurde bei der Passkontrolle bemerkt, dass die Papiere nicht echt waren. Einen Verdächtigen aus Syrien schnappte die Polizei kurz darauf am Bahnhof Wilhelmshöhe.

Kassel. Ein 25-jähriger Syrer ist im Bahnhof Wilhelmshöhe festgenommen worden. Der Asylsuchende aus Rheinland-Pfalz steht im Verdacht, eine 33-jährige Irakerin mit ihrer Tochter in das Bundesgebiet eingeschleust zu haben.

Aktualisiert um 17.25 Uhr - Nach Angaben von Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion, war die Frau bereits am Freitag über den Kasseler Flughafen nach Calden eingereist. Bei der Sichtung der Passagiere aus Athen fiel die Irakerin, die ihre drei Jahre alte Tochter dabei hatte, mit falschen Papieren auf. 

Wie die Frau später der Bundespolizei mitteilte, hätte ihr ein Schleuser die echten Pässe von ihr und dem Kind abgenommen. Zudem hätte sie in Athen für die Reise Geld an einen bislang Unbekannten gezahlt. Wie hoch der Betrag war, ist nicht bekannt.

Durch schnelle Ermittlungen seien die Bundespolizisten dem mutmaßlichen Schleuser relativ schnell auf die Spur gekommen. Nachdem der Mann aus dem Landkreis Mayen-Koblenz die Irakerin durch die Kontrolle im Airport Kassel begleitet hatte, fuhr er mit einem Linienbus in Richtung Kassel. Im Bahnhof Wilhelmshöhe klickten schließlich kurz darauf die Handschellen.

Die Beamten aus Kassel ließen sich in diesem Fall von der Bundespolizeiinspektion Trier helfen. Sie durchsuchten für die Kasseler Kripo die Wohnung des Verdächtigen. Dabei entdeckten sie jede Menge Beweise und stellten diese sicher.

Gegen den Syrer hat die Bundespolizeiinspektion Kassel nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an, die polizeilichen Maßnahmen sind aber offenbar abgeschlossen. Der 25-Jährige ist momentan auf freiem Fuß. 

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