Erdarbeiten für neuen Flughafen Calden: Großauftrag geht an Kasseler Firma

Calden. Wenn am Donnerstag um 12 Uhr vor geladenen Gästen der „erste offizielle Spatenstich“ für den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden in die Erde dringt, können sich Kassel und Nordhessen freuen: Die 32 Millionen Euro, die das Land Hessen für die gewaltigen Erdarbeiten ausgibt, bleiben in der Region.

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Den Zuschlag erhielt eine Arbeitsgemeinschaft aus den Bauunternehmen Hermanns (Kassel) und Bickhardt (Kirchheim). Bei Hermanns, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Fenge von Anfang an zu den Befürwortern des Flughafenausbaus gehörte, ist die Freude groß. Hermanns-Vorstand Hans-Ulrich Hujer: „Das ist wirklich ein schöner Auftrag.“ Da man ohnehin auf Expansionskurs sei (zurzeit 350 Mitarbeiter), könne man noch nicht sagen, ob man zusätzlich Personal einstelle.

Eine sogenannte Kalkschotter-Tragschicht für die neue Landebahn wurde inzwischen schon aufgetragen. Sie stabilisiert den Boden. Nun beginnen die eigentlichen Erdarbeiten. Dabei werden auch Auffangbecken für das Wasser im Boden entstehen.

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Im Herbst bekommt man richtig etwas zu sehen: Die Hochbau-Arbeiten für den Flughafen sollen dann beginnen. Terminal, Tower und Feuerwehrhaus sollen zeitgleich empor wachsen. Insgesamt wurden nach Angaben der Flughafen GmbH bisher Aufträge in Höhe von 42,7 Millionen Euro für den Neubau vergeben. Darin enthalten ist der Großauftrag für die Erdarbeiten. 41 Millionen Euro gingen an Firmen in Hessen, davon wiederum 18 Millionen Euro (42 Prozent) an Unternehmen aus Kassel und dem Landkreis.

Zwölf Jahre dauerte die Planung, die immer wieder von Protesten begleitet wurde. 2013 soll der neue Flughafen in Betrieb gehen. Er soll 225 Millionen Euro kosten, das hat die EU genehmigt. Welche Fluggesellschaft von Calden aus wohin fliegt, ist noch unklar. Dazu werden unter anderem auf der Tourismusbörse Gespräche geführt.

Von Frank Thonicke

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