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„Calden wichtig für Europa“

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Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) betont Bedeutung des Flughafens Kassel-Calden. Foto: Koch

Kassel. Vorsätze für dieses Jahr hat sich Dieter Posch keine genommen. Umso mehr hält der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (FDP) aber an seinen Grundsätzen fest.

Statt sich an Personaldebatten über die FDP-Spitze zu beteiligen „konzentriere ich mich lieber auf die Landespolitik“ , sagt der 66-Jährige im Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung. Daher sei er auch in diesem Jahr wieder nicht zum Dreikönigstreffen seiner Partei nach Stuttgart gefahren.

Industrielle Produktion im Land voranzutreiben, den Finanzplatz Frankfurt zu schützen und eine dezentrale Infrastruktur zu ermöglichen, das sind Poschs politische Vorhaben für 2011.

Den Nutzen erklären

Zu allen Projekten gehöre es, die Menschen einzubinden und ihnen genauer zu erklären, wofür Großprojekte wie der Flughafen Kassel-Calden gebraucht werden. Dies sei in der Vergangenheit in allen Parteien zu wenig geschehen, wie Stuttgart 21 gezeigt habe.

„Dezentralsierung“ heißt das etwas sperrige Zauberwort. Soll heißen, die ohnehin vollen Ballungsräume nicht zu überlasten und stattdessen auf ländliche Regionen zu setzen. Calden sei über die Region hinaus nicht in erster Linie für Deutschland, sondern für Europa bedeutsam. Vor allem, was den Frachtverkehr angeht. Fracht könne von kleinen Flughäfen unter Umständen genauso gut von Punkt zu Punkt transportiert werden - vorausgesetzt die regionalen Betriebe ließen sich darauf ein.

Betreiber noch offen

Wer Betreiber des Flughafens wird, sei noch nicht geklärt. Der derzeitige Geschäftsführer, Jörg Ries, sei von der Fraport AG quasi nur geliehen. „Die Fraport ist nicht im Boot“, sagt Posch.

Den Vorwurf, die Landesregierung asphaltiere das Land mit neuen Straßen, weist Posch zurück. „Mit dem Ausbau der A44 und der A49 werden lediglich Lücken geschlossen“, sagt er. Hauptaufgabe müsse es sein, marode Straßen auszubessern und den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken.

Zum Sorgenkind Beberbeck, das derzeit ohne Konzept des Landes dasteht, sagt Posch: „Wiesbaden hat kein Konzept zu haben.“ Das Land habe nach der Verfassung nicht die Aufgabe, Ferienparks zu betreiben, betont er. Privates Engagement sei jetzt notwendig. Dann könne man auch über weitere Bedingungen, etwa über den Verkauf der staatlichen Domäne Beberbeck verhandeln.

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