Flugzeuge konnten nicht starten und landen

Flughafen Kassel-Calden war wegen Technikfehler gesperrt

Calden. Wegen eines technischen Defektes war der Flughafen Kassel-Calden am Samstag stundenlang geschlossen. Das ist am Montag bekannt geworden. Ursache war ein Problem mit der Windanzeige, weshalb keine Flugzeuge mehr starten und landen durften.

Einen ähnlichen Vorfall gab es nach HNA-Informationen vor etwa vier Wochen schon einmal.

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Von 6 bis nach 16 Uhr war der Flughafen offiziell als „closed“ (geschlossen) gemeldet, wodurch ihn auch keine Flugzeuge mehr ansteuern durften. Für am Flughafen ansässige Betriebe bedeutete es Verluste, da Termine nicht eingehalten und fest gebuchte Flüge abgesagt werden mussten. Fallschirmspringer konnten nicht ihrem Sport nachgehen. Ein Flieger berichtete, dass er beim Anflug auf Calden kehrt machen und einen anderen Flugplatz ansteuern musste. Funkverkehr sei möglich gewesen. Auch über Kassel drehten Flugzeuge Warteschleifen und mussten auf andere Landeplätze ausweichen.

Bei starkem Wind wäre das Vorgehen des Towers verständlich gewesen, klagte ein Pilot: „Zumindest Starts hätte man erlauben können, da am Samstag bestes Flugwetter war.“ Nach seinen Informationen werde jetzt überlegt, ein zweites Gerät zu installieren, um bei Ausfällen abgesichert zu sein. Er schlug vor, für die Privatflieger wenigstens wieder einen Windsack gut sichtbar aufzuhängen, so wie am alten Flugplatz.

Artikel aktualisiert um 17.55 Uhr

Ausgefallen war ein Server, der für die Übertragung der Windgeschwindigkeit in den Tower sorgt. Von dort wird sie über Funk an die Piloten weitergegeben. Zur Reparatur kam ein Fachmann aus Stuttgart, der aber nicht in Calden landen durfte und deshalb mit dem Auto anreiste.

Der Vorfall wurde auch an das Regierungspräsidium Kassel gemeldet. Sprecher Jörg Wiegel sagte, dass größere Maschinen wegen des Instrumentenlandesystems zwingend auf die exakten Winddaten angewiesen seien. Der Flughafen habe keine Genehmigung für ein anderes Verfahren. (tty)

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