Erfahrene Bewerber für Flughafen Kassel-Calden gesucht

Kassel-Calden in Betrieb: So soll es ab dem Frühjahr 2013 aussehen, wenn auf dem neuen Airport Flugzeuge landen und starten. Ob bis dahin auch ein privater Betreiber gefunden ist oder sich jemand an der Flughafen GmbH beteiligt, steht in den Sternen.

Kassel/Calden. Mit dem sogenannten Interessenbekundungsverfahren, wie es offiziell heißt, wollte das hessische Finanzministerium einen strategischen, privaten Partner für den Flughafen finden.

Gedacht war an eine Fluggesellschaft, ein Logistikunternehmen oder an einen Touristikkonzern, der Erfahrung im Flugverkehr hat. Er sollte sich an der Flughafen GmbH Kassel beteiligen oder eine Konzession für den Betrieb des Flughafens erwerben.

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Das Land Hessen hatte in den vergangenen Wochen erklärt, dass die chinesische Fluggesellschaft „Hainan“ Interesse habe, einen Stützpunkt in Kassel-Calden aufzubauen. Sondierungsgespräche liefen nach wie vor, heißt es jetzt - Neues gebe es nicht zu vermelden.

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Der private Interessent soll sich also am laufenden Geschäft des Flughafens beteiligen - mit den reinen Investitionskosten hätte er nichts zu tun. Die 225 Millionen Euro, die der Flughafen Calden kosten soll, werden vom Steuerzahler beglichen. Am Ende der Woche soll bekannt gegeben werden, wer den Zuschlag für die 13 Millionen Euro teuren Hochbauten des Flughafens (Terminal, Tower) erhält. Die Erdarbeiten gehen weiter zügig voran. Der Flughafen soll im Frühjahr 2013 eröffnet werden.

Hintergrund:

Die Gesellschafter des Flughafens Kassel in Calden bot im Juli 2011 finanzkräftigen Partnern die Chance, sich am künfigen Betrieb des neuen Regionalflughafens zu beteiligen. Das Land Hessen, Stadt und Landkreis Kassel sowie die Gemeinde Calden hatten ein strukturiertes Bieterverfahren gestartet, um strategische Partner ins Boot zu holen. Dabei war vorzugsweise an eine Teilprivatisierung der Flughafen GmbH gedacht. Mindestens zehn und höchstens 49 Prozent der Gesellschaft sollten verkauft werden.

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