Nach Aufenthalt in Paderborn

Fieseler Storch landet um 13 Uhr in Calden

Der Hangar am alten Flughafen Kassel-Calden: Hier soll der Fieseler Storch nach seiner Zwischenstation in Paderborn schon bald wieder stehen und von der alten Startbahn auch zu Flügen abheben. Archivfoto:  Fischer

Kassel/Calden. Wenn das Wetter mitspielt, soll der Fieseler Storch am Samstag gegen 13 Uhr zum Flughafen Kassel/Calden zurückkehren. Seit April war das 1943 in den Kasseler Fieseler Werken gebaute Flugzeug zu Wartungsarbeiten auf dem Gelände des Flughafens Paderborn.

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Im Gegensatz zu Kassel gibt es dort auch Ausstellungsräume im Quax-Hangar für historische Flugzeuge. „Wir sind dort mit offenen Armen empfangen worden“, sagt der Ehrenvorsitzende des Fördervereins, Dr. Joachim Schnell. Die Vereinsmitglieder haben dafür gesorgt, dass das lange vernachlässigte für eine sechstellige Summe restauriert wurde. Der Abflug nach Paderborn hatte für erheblichen Wirbel gesorgt. Es gab jede Menge Kritik daran, dass am neuen Flughafen Kassel-Calden, der für 271 Millionen Euro gebaut wurde, kein Platz für den legendären Storch sein sollte.

Es sei von Anfang an klar gewesen, dass es sich nur um eine vorübergehende Standortverlagerung handele, heißt es in eine Pressemitteilung der Stadt. Oberbürgermeister Bertram Hilgen freue sich, dass die Wartung erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Storch werde am Samstag um 13 Uhr auf dem neuen Flughafen in Kassel-Calden landen und dort auch langfristig bleiben.

Das klingt eindeutiger als die Situation nach Einschätzung der Vereinsmitglieder ist. Denn am neuen Flughafen wird der Storch nicht bleiben. Dort gibt es nach wie vor keine geeignete Halle. Deshalb muss der Stoch nach einer Zwischenlandung recht bald wieder starten und zum alten Flughafen Calden fliegen. „Wir werden die ehemalige Halle von Jet Aviation, in der der Storch schon vorher stand, wieder nutzen“, sagt Dr. Joachim Schnell.

Fotos: Der Fieseler Storch in Bildern

Historisches Flugzeug: Der Fieseler Storch

Voraussetzung dafür war eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde Regierungspräsidium. Demnach darf der Storch jetzt viermal pro Monat vom alten Flughafen abheben. Vor dem Abflug nach Paderborn gab es diese Genehmigung nicht. „Mit dieser Regelung können wir leben“, sagt Dr. Joachim Schnell. Mittelfristig hoffe man auf eine Halle am neuen Flughafen.

Die Landung in Calden ist für Samstag, 13.10 Uhr, vorgesehen. „Der Storch ist sehr anfällig für Seitenwind. Wenn es zu starke Böen gibt, müsssen wir den Flug verschieben“, sagt Dr. Axel Sauer. Der Mediziner und Berufspilot wird den Storch von Paderborn nach Calden fliegen.

Archiv-Video: Fieseler Storch in Kassel restauriert

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