Flughafen Calden 2012 in Katalogen?

So war es und so soll es vielleicht wieder sein: Die „Hamburg International“ flog schon einmal mit einer Boeing 737 Kassel-Calden an.

Kassel. Dass es nach wie vor die Zusage der irischen Billigfluglinie Ryanair gibt, vom neuen Airport Kassel-Calden aus zu starten, will Flughafen-Chef Jörg Ries am liebsten gar nicht an die große Glocke hängen. Das Engagement einer der mittlerweile größten Fluglinien der Welt könnte andere Interessenten nur abschrecken, sagt der Flughafen-Boss.

Mit 19 Linien verhandelt die Flughafen GmbH. Das Verhandlungsteam besteht aus insgesamt acht freiberuflich tätigen Experten, die nun an allen Fronten kämpfen, um den Flughafen zu vermarkten. Neben den Gesprächen mit den Fluglinien verhandelt man auch mit acht Touristikunternehmen.

Denn eines ist klar: Wenn der Flughafen im Frühjahr 2013 eröffnet, muss es auch Flüge geben. Die Entscheidung, wer wohin fliegt, muss ungefähr ein Dreivierteljahr vorher gefallen sein. Denn im Herbst 2012 werden die neuen Reisekataloge für 2013 gedruckt - und da soll der Abflughafen Kassel (Luftfahrtkürzel KSF) natürlich drinstehen.

So soll der Flughafen Kassel-Calden mal aussehen

So soll der Flughafen Kassel-Calden mal aussehen
Der Tower ist mit seinen 35 Metern das höchste Gebäude des künftigen Flughafens und für die Flugsicherung unentbehrlich. Seine rundum verglaste Kuppel ist der Arbeitsplatz der Fluglotsen. Neben dem Turm verfügt der Tower über ein Nebengebäude. © Flughafen GmbH
So soll der Flughafen Kassel-Calden mal aussehen
Feuerwache: Hier werden die Flughafenfeuerwehr sowie die Flughafeneinsatzzentrale untergebracht. Die Wache beherbergt auf drei Etagen und 1.400 Quadratmetern eine Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen, eine Waschhalle, Betriebswerkstätten und eine eigene Kfz-Werkstatt. © Flughafen GmbH
So soll der Flughafen Kassel-Calden mal aussehen
Das Multifunktionsgebäude bildet die zentrale Zufahrt des Flughafens mit angeschlossener Sicherheitskontrolle. Auf zwei Etagen und einer Nutzfläche von 1.100 Quadratmetern entstehen Büros, Unterstellräume und ein Trafogebäude. Hier wird auch eine Ausweisstelle eingerichtet werden. © Flughafen GmbH
So soll der Flughafen Kassel-Calden mal aussehen
Das Gebäude Allgemeine Luftfahrt: Von hier treten Geschäfts- und Freizeitflieger ihre Reise an. Für Meetings, Vorträge oder Tagungen steht ein Konferenzraum zur Verfügung. Auch Sportflieger starten und landen am Gebäude für Allgemeine Luftfahrt. © Flughafen GmbH
So soll der Flughafen Kassel-Calden mal aussehen
Das dreigeschossige Terminal ist für die Passagiere das wichtigste Gebäude des Flughafens. Auf seinen 8.250 Quadratmetern werden neben zehn Check-In-Schaltern und vier An- und Abfluggates auch der Wartebereich, die Sichereitskontrolle sowie die Gepäckrückgabe untergebracht. Abholer und wartende Passagiere können sich im Bistro stärken. © Flughafen GmbH

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Flughafen Kassel-Calden: Verhandlungen mit 19 Fluglinien

Mit der Lufthansa verhandele man beispielsweise nicht, erklärt Ries. Mit wem die Flughafen GmbH spricht, will er nicht sagen. Nur so viel: Es handele sich um „potente, europäische“ Fluglinien. Sicher ist wohl, dass auch die „Hamburg Airways“, die als „Hamburg International“ schon einmal Kassel-Calden anflog, darunter ist. Und auch ein mögliches Engagement der chinesischen Linie Hainan behalte man weiter im Auge.

Hier geht es zum Panorama von der Baustelle Flughafen Calden

Sicher scheint auch, dass der Flughafen zunächst Miese machen und es langsam anfangen wird. Die 640 000 Passagiere, erinnert Ries, seien erst für das Jahr 2020 vorhergesagt.

Das Geld wird ohnehin nicht mit den Starts und Landungen verdient. Und da auch der Umsatz mit Parkgebühren oder sonstigen Verkäufen am Flughafen eher gering sein dürfte, bleibt die Vermarktung der Gewerbegebiete rund um den Flughafen. Die Nachfrage nach den Flächen sei inzwischen riesengroß, sagt Ries: „Wie stark die jetzt ist, hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht.“

Darüber ist Ries natürlich froh: „Damit verdienen wir Geld.“ Und mit der Formel ,Unternehmen am Flughafen bedeuten Arbeitsplätze‘ füllt man auch die Steuerschatulle. Jörg Ries: „Es läuft sehr gut. Ich bin rundum zufrieden.“

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