Flughafen Calden: Erste Gewerbe-Ansiedlung perfekt

Calden. Die erste Neu-Ansiedlung im Gewerbegebiet am Flughafen Kassel-Calden ist perfekt. Ein Unternehmen aus Kassel hat knapp 3000 Quadratmeter gekauft. Der notarielle Vertrag ist unterschrieben, schon in wenigen Wochen könnte der Grundstein gelegt werden.

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Bis zum Jahresende will man den Geschäftsbetrieb am Flughafen aufgenommen haben. Der Name des Unternehmens soll noch nicht öffentlich genannt werden. Das Unternehmen hat auch verschiedene Kunden in der Luftfahrtindustrie. Der Geschäftsführer der Firma erklärte gegenüber unserer Zeitung, er wisse definitiv von einem weiteren Unternehmen, das sich am Flughafen ansiedeln will.

Bei der Wirtschaftsförderung Region Kassel spricht man sogar von vier Interessenten, die jetzt nach Kassel-Calden kommen wollen. Sie planen, viel größere Grundstücke als das Kasseler Unternehmen anzukaufen. Die gewünschten Flächen lägen zwischen 4000 und 23.000 Quadratmetern. Die Unternehmen kämen alle aus der Region, heißt es bei der Wirtschaftsförderung. Sie planten, sich auf dem Gelände zwischen dem alten Flughafen und der Zubringerstraße anzusiedeln. (tho)

Intensive Gespräche mit Unternehmen, die nach Kassel-Calden ziehen möchten

Harald Birsl, bei der Wirtschaftsförderung Region Kassel für den Gewerbepark Kassel-Calden zuständig, ist sich sicher: Dass nun etliche Unternehmen Interesse an einer Ansiedlung zeigen, liegt am Bau des neuen Airports. „Die ganze Sache ist dadurch attraktiver geworden“, sagt Birsl. Nun wisse jeder, dass es den neuen Flughafen auch wirklich geben werde - das mache die Planungen der Unternehmen leichter und wecke das Interesse. Ein Vertrag mit einem Kasseler Unternehmen ist bereits perfekt, mit vier weiteren Firmen führe man intensive Gespräche über eine Ansiedlung.

Harald Birsl ist durchaus optimistisch, dass es auch bei diesen Firmen mit einem Umzug an den Flughafen klappen wird. Schließlich hätten die Unternehmen schon konkrete Grundstücksgrößen im Auge: Eine Firma benötige 23 000 Quadratmeter, eine andere 13 000, die weiteren Bewerber wollen 10 000 und 4000 Quadratmeter. Das wären zusammen 50 000 Quadratmeter, also fünf Hektar. Insgesamt stehen als Gewerbefläche unterhalb des alten Flughafens zehn Hektar von einer Gesamtfläche von 21 Hektar sofort zur Verfügung.

Interessenten gebe es auch für das Rollfeld des alten Flughafens, das nach Eröffnung des neuen Airports im Frühsommer 2013 nicht mehr benötigt werde, sagte Harald Birsl. Auch mit diesen Firmen laufen bereits Gespräche. Die Gewerbesteuer, die die neuen Betriebe am Flughafen zahlen, fließt übrigens in die Kasse der Gemeinde Calden. Die Stadt Kassel und der Landkreis haben nichts davon. Es sei denn, alle Beteiligten würden sich an einen Tisch setzen und aus Kassel-Calden ein interkommunales Gewerbegebiet machen. (tho)

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