"Nachfrage nimmt deutlich zu."

Kassel Airport übertrifft Prognose für erstes Halbjahr wesentlich

Calden. Im ersten Halbjahr 2018 haben bereits mehr als 63.000 Passagiere den Kassel Airport genutzt. Damit wurde die Prognose deutlich übertroffen. 

Bereits in den ersten sechs Monaten wurden deutlich mehr als die Hälfte der zu Jahresbeginn für 2018 vorhergesagten Gesamtpassagierzahl erreicht.

Flughafen-Geschäftsführer Lars Ernst war von etwa 100.000 Passagieren im gesamten Jahr ausgegangen. "Diese für uns sehr erfreuliche Entwicklung belegt, dass die Flugangebote von Sundair von unseren Kunden gut angenommen werden", sagte er. Diesen Sommer geht es mit der Fluggesellschaft Sundair ab Calden mehrmals wöchentlich nach Palma de Mallorca, Hurghada (Ägypten), nach Varna (Bulgarien) und auf die griechischen Inseln Kos, Kreta und Rhodos. Mitte Mai waren über 50 Flüge wegen zu geringer Nachfrage storniert worden. Sundair hatte damals darauf hingewiesen, dass solche Flugplananpassungen zum täglichen Geschäft einer Airline gehören würden.

Im Winterflugplan 2018/2019 gehen bis zu zweimal wöchentlich Flüge nach Hurghada sowie jeweils einmal wöchentlich nach Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria.

"Die Entwicklung am Kassel Airport ist beachtlich, erfreulich und beständig. Weniger Schlagzeilen, dafür deutlich mehr Passagiere: Das ist das, was man von einem Flughafen erwarten darf. Wie bei jedem anderen Flughafen auch, wird es sicherlich immer wieder im Einzelfall Anpassungen an die Nachfrage geben, bislang nimmt die Nachfrage aber vor allem eines: zu", sagt Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH ist. Für das Land zahle sich der Flughafen ohnehin aus. Er schaffe und sichere Arbeitsplätze, bietet wichtige Infrastruktur und sorge für ein beträchtliches Steueraufkommen, so Schäfer weiter.

Kürzlich war bekannt geworden, dass die Gemeinde Calden, die mit sechs Prozent an der Flughafen GmbH beteiligt ist, den Anteil am Defizit weiterhin nicht stemmen kann. Eine bislang geltende Sonderregelung greift nicht mehr, Caldens Haushalt erhielt keine Genehmigung. Ein Ausstieg aus der Gesellschaft könnte von allen Beteiligten, dazu gehören neben Calden, Stadt und Kreis Kassel sowie das Land Hessen, nach den Sommerferien diskutiert werden.

Kassel Airport

Rubriklistenbild: © Pixabay

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