Von Calden nach Zypern: Die ersten Flüge sind gebucht

Kassel. Die ersten Flüge vom Flughafen Kassel-Calden im April 2013 nach Zypern stoßen auf Interesse. Wenige Stunden, nachdem Reiseveranstalter Globalis sein Angebot am Dienstagnachmittag in Calden vorgestellt hatte, waren die ersten Buchungen da. Doch es gibt auch heftige Kritik.

Globalis-Geschäftsführer Hartmut Piel: „Das ist außergewöhnlich. Schließlich ist ja bis zu den Flügen noch ein Jahr Zeit.“ Sollte die Tendenz anhalten und die Flüge schnell ausgebucht sein, könnte man durchaus noch weitere Termine anbieten, sagt Hartmut Piel.

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Generell werde Globalis-Erlebnisreisen noch andere Ziele außer Zypern von Kassel-Calden aus anbieten, betont der Geschäftsführer. Um welche es sich handelt, werde man Mitte Juni veröffentlichen, wenn alle Planungen für die Sommersaison 2013 abgeschlossen seien. Die SPD-Stadtverordnetenfraktion sieht in dem Engagement von Globalis einen „weiteren wichtigen Baustein für die positive Entwicklung des Flughafens“, sagt ihr wirtschaftspolitische Sprecher Wolfgang Decker. Die SPD sei sicher, dass dadurch neue Anbieter für weitere Flugziele angelockt würden. Die weit fortgeschritten Gespräche mit anderen Anbietern machten deutlich, wie groß das Interesse am neuen Flughafen sei. Als „normalen Prozess“ bezeichnet Decker die Tatsache, dass es durch das Anlaufen des Betriebes auf dem neuen Flughafen zunächst zu Defiziten käme.

Aktualisiert um 14.32 Uhr.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Kasseler Linken, Kai Boeddinghaus, nennt die ersten Flüge ab dem neuen Flughafen in Calden dagegen „lächerlich“. Die eigentliche Nachricht sei, dass bis jetzt noch keine renommierte Fluggesellschaft oder ein Massenreiseveranstalter gefunden worden sei, der regelmäßig ab Calden fliegen wolle.

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Für die Kreistagsfraktion der Grünen drückt die Ankündigung von zwei Flügen „Hilfslosigkeit“ aus. Auch wenn sich noch einige andere Veranstalter dazugesellten, bestätigten sich die Befürchtungen über das geringe Interesse für einen neuen Regionalflughafen und einen langfristigen defizitären Betrieb, erklärt die Fraktionsvorsitzende Steffi Weinert. (tho)

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