Großprojekt ist im Zeitplan

Großprojekt im Zeitplan: Caldens neue Landebahn ist fast fertig

Calden. Terminprobleme wie am neuen Berliner Flughafen gibt es in Calden nicht - der Neubau ist voll im Zeitplan. Derzeit steht die Start- und Landebahn kurz vor Vollendung, die Lücken sind geschlossen, es fehlt nur noch die letzte, vier Zentimeter starke Deckschicht.

Die Rohbauten aller Gebäude sind fertig, teilweise ist auch der Innenausbau fast abgeschlossen. „Wir haben großes Glück gehabt. Die Baufirma Bickhardt hat uns eine Truppe geschickt, die sonst weltweit im Einsatz ist, um Formel-1-Rennstrecken zu asphaltieren. Die können was“, freut sich der Technische Leiter des Flughafens, Jörg Weidemüller. Denn an die Genauigkeit der Start- und Landebahn werden höchste Ansprüche gestellt.

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Derzeit haben die Firmen mit dem Verlegen von 150 Kilometern Kabel allein für die Befeuerung begonnen. Sie werden später hunderte von stromsparenden Hochleistungs-LEDs mit Energie versorgen. Neben den 167 Leuchten der Mittellinienbefeuerung gehören dazu noch Hochleistungsblitze für den Anflug, sowie Lampen beispielsweise für die Seitenstreifen, die Aufsetzzonenmarkierung und die Vorfeldbegrenzung. Am Anfang und Ende der 2500 Meter langen Startbahn werden noch jeweils auf einer Strecke von 900 Metern Befeuerungsmasten errichtet. Die Fundamente entstehen gerade.

Das Terminal als Hauptgebäude des Flughafens hat drei Geschosse mit insgesamt 8250 Quadratmetern Fläche. Die Gebäude sind in das abfallende Gelände integriert und ragen optisch nur wenig aus der Landschaft hervor.

Fotostrecke: Ein Blick auf die Großbaustelle

Flughafen Calden: Ein Rundgang in Bildern

Bisher existieren auf dem Flugplatzgelände vor allem Baustraßen. Jetzt hat der Bau der endgültigen Straßen begonnen. Die Hauptzufahrt zweigt am großen B 7-Kreisel ab.

Lückenschluss: Derzeit steht die Start- und Landebahn kurz vor Vollendung, es fehlt nur noch die letzte Deckschicht. Gebaut wird sie von Spezialisten, die sonst weltweit Formel-1-Rennstrecken asphaltieren. Foto: Thiele

Beim Innenausbau herrscht Hochbetrieb. Das Gebäude für die Privat- und Geschäftsfliegerei (Allgemeine Luftfahrt) und der Tower sind praktisch fertig. Im Terminal wird gerade die komplexe Gepäckforderanlage mit den Sicherheitseinrichtungen montiert. Und wenn im Januar die Flughafenfeuerwehr ihren Dienst am neuen Standort aufnimmt, kann sie über eine Rutsche statt an einer Stange vom Obergeschoss zu ihren Fahrzeugen gelangen.

Mitte Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, so dass im Januar der Probebetrieb beginnen kann. Am 4. April 2013 ist die offizielle Inbetriebnahme vorgesehen.

Mitte März, so sagte Pressesprecherin Natascha Zemmin, wird die Bevölkerung bei einem Bürgerwochenende die erste und auch letzte Möglichkeit haben, ohne Absperrungen und Sicherheitseinschränkungen alle Bereiche des Flughafens zu besichtigen. Danach gelten noch schärfere Sicherheitsvorschriften als am alten Flughafenstandort. (tty)

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