Private Investoren

Flughafen Calden: Fast alle Gewerbeflächen sind weg

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Flughafen Calden: Fast alle Flächen sind weg

Kassel/Calden. Der neue Flughafen Kassel-Calden ist offenbar auch für private Investoren interessant: Fast die komplette Fläche für Ansiedlungen ist bereits vergeben.

Von 50.000 Quadratmetern, die für Ansiedlungen direkt auf dem Flughafen zur Verfügung stehen, sind inzwischen 45.000 Quadratmeter weg. Firmen und Privatleute bauen dort Niederlassungen und Hallen.

Der Preis für die Gewerbeflächen: 65 Euro pro Quadratmeter. Da rund 33.000 Quadratmeter an verschiedene Firmen und Privatleute verkauft wurden, hat der Flughafen so etwa 2,1 Millionen Euro eingenommen.

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Die Firmen, die am alten Flughafen mit Tragflächenflugzeugen (also keine Hubschrauber) zu tun hatten, ziehen auf den neuen Airport um. Für Piper, Business Wings, Light-Wings und Helitec (hat trotz Hubschrauberschwerpunkt auch eine Lizenz für die Wartung von Tragflächenflugzeugen) gab es ein eigenes Umsiedlungsprogramm. Da den Firmen die Piste am alten Flughafen weggenommen wird - dort entsteht ein Gewerbegebiet - stellt ihnen die Flughafen GmbH am neuen Flughafen die gleichen Flächen und Gebäude zur Verfügung, die sie hatten. Das kostet die Flughafen GmbH rund zehn Millionen Euro.

Die Anbindung der alten Standorte der Betriebe an die neue Rollbahn - etwa mit einem Tunnel unter der Bundesstraße B 7 - hätte etwa 20 Millionen Euro gekostet, sagt Flughafen-Chef Jörg Ries.

Allerdings investieren die meisten Unternehmen weit mehr: Piper etwa erweitert seinen Standort in Calden und investiert noch einmal rund fünf Millionen Euro. Richtfest wird noch im März sein, die Firma wird dann im Juni umziehen. Die Fläche dieses Umsiedlungsprogramms ist rund 12.000 Quadratmeter groß.

Auch die Hallenbesitzer des alten Flughafens lassen sich nun am neuen nieder. So etwa Dr. Thomas Arnold (Fliegende Ärzte), Hartmut Fischer, Alfred Spindelberger und die Flugschule Fly Now. Alle haben auf dem neuen Flughafen Grundstücke gekauft und werden Hallen errichten.

Außerdem werden weitere fünf private Investoren, deren Flugzeuge am alten Flughafen stehen, am neuen Flughafen Gebäude für ihre Maschinen errichten. Die Fallschirmspringer bleiben in ihrem Domizil am alten Verkehrslandeplatz. Da sie dann aber keine Piste mehr zum Abheben haben, werden die Springer künftig per Bus zum neuen Flughafen gebracht, um von dort zu starten. Gelandet wird dann am Fallschirm auf der Wiese am alten Platz.

Von Frank Thonicke

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