Airport-Leitung und Reisebüros werben um Familien und Senioren

Flughafen der kurzen Wege: Kassel-Calden ist übersichtlich

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Seltenes Bild: Eine volle Abflughalle in Calden. Unser Foto entstand am 1. Mai anlässlich des Sonderfluges für Reisebüromitarbeiter aus der Region.

Kassel. Auto auf dem kostenlosen Parkplatz gegenüber dem Empfangsbereich abstellen, 200 Meter zur Empfangshalle laufen, einchecken, durch die Sicherheitskontrolle in die Abflughalle, Ticketkontrolle passieren, eine Treppe hinunter- und anschließend 50 Schritte zum Flieger laufen, Treppe hoch und schon ist man drin.

Vom Auto bis ins Flugzeug dauert es auf dem Flughafen Kassel-Calden gemütlichen Schritts kaum zehn Minuten. Für ankommende Passagiere geht es von der Öffnung der Airbus-Tür bis zur Ankunft am Wagen in fünf Minuten -– vorausgesetzt, man reist nur mit Handgepäck.

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Der neue Airport in Nordhessen ist klein und schnuckelig, hell und freundlich und vor allem der der kurzen Wege – ideal für Familien mit kleinen Kindern, die auf den wuseligen, nervenaufreibenden Riesenflughäfen den Verlust des Nachwuchses und die Minderung von Urlaubsfreuden schon vor dem Abflug fürchten müssen. Und auch für ältere Menschen, denen ein Riesenbetrieb wie Frankfurt, aber auch Hannover oder Düsseldorf die Lust aufs Verreisen nimmt. „Bei uns geht es ruhig zu, alles ist übersichtlich und klar strukturiert“, wirbt Flughafen-Verkaufsleiter Jürgen Schierz für Nordhessens neuen Airport.

Reiseverkehrskaufleute in der Region sind überzeugt, dass der Flughafen auch wegen seiner Größe und Übersichtlichkeit punktet, dass der Flughafen großes Potenzial hat. „Wenn das Angebot hier stimmen würde, könnten wir richtig gut verkaufen“, sagte Thomas Waack vom Göttinger Hapag-Lloyd-Reisebüro während eines eintägigen Werbeflugs von Germanwings und Reise-Anbieter Schauinsland ins türkische Antalya anlässlich der Eröffnung der Sommersaison. Trotz der Nähe zu Hannover fragten viele Südniedersachsen gezielt Reisen ab Kassel-Calden nach, so der Büroleiter weiter.

Ungewohntes Bild: Die Anzeigetafel in Antalya zeigt die Ankunft der Germania-Maschine aus Kassel-Calden an.

Kostenlose Parkplätze und dessen Größe sind nach den Erfahrungen zweier Kolleginnen aus dem Schwalm-Eder-Kreis „gute Verkaufsargumente für Kassel-Calden“. Das gelte auch für die Fluggesellschaft Germania, die in Sachen Service, Freundlichkeit und Beinfreiheit gegenüber Billigfliegern punkte. „Germania lässt sich gut verkaufen“, meint eine Reisekauffrau aus Fritzlar. Ein weiteres wichtiges Verkaufsargument sind ihrer Erfahrung nach aber auch die Abflugzeiten.

Ungünstige Konstellationen, bei denen der Kunde tatsächlich nur sieben von acht Urlaubstagen am Urlaubsort sei, wirkten sich beim Verkauf nachteilig aus. Daran müsse der Flughafen Kassel-Calden noch arbeiten.

Von José Pinto

Erster regulärer Flug nach der Winterpause

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