Geschäftsführung registriert Beschwerden

Flughafen: Sportflieger nerven die Anwohner

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Calden. Es sind nicht die großen Passagiermaschinen, die derzeit am Flughafen Kassel-Calden zu Lärmbelästigungen führen. Anwohner sind von Sportflugzeugen genervt, die bei schönem Wetter das Geschehen auf der Start- und Landebahn beherrschen.

Flughafen-Geschäftsführerin Anna Maria Muller kennt das Problem. Ihrer Ansicht nach hängt es mit einer geänderten Belastungslage zusammen. Lag die Startbahn des alten Flughafens in Nord-Süd-Richtung, so starten und landen die Flugzeuge auf dem neuen Airport von Osten nach Westen. „Das ist natürlich für Leute, die 40 Jahre nicht im Anflugkorridor wohnten, eine neue Erfahrung“, sagt die Flughafen-Chefin und fügt hinzu: „Da gibt es sicher Umgewöhnungsprobleme.“

Mehr betroffen als früher sind demnach Bewohner von Meimbressen im Westen sowie Burguffeln und Immenhausen auf der Ostseite des Flughafens. Man gehe jeder Beschwerde nach, sagt Muller. Manchmal ergebe sich aber auch nach Überprüfung der Flugdaten, dass Angaben nicht ganz zuträfen.

So hatte sich beispielsweise ein Mann beschwert, eine Maschine auf dem Landeanflug aus Antalya sei dicht über seinem Haus hiweggeflogen. „Wäre das tatsächlich so gewesen, dann hätte sich das Flugzeug fünf Kilometer vor der Landebahn in den Erdboden gebohrt“, sagt Muller. Auch was die Sportflugzeuge betrifft, gäbe es zuweilen Unterschiede in Wahrnehmung und tatsächlichen Flugdaten. So erschienen bei klarem Wetter Flugzeuge mitunter näher als bei wolkenverhangenem Himmel.

Die Geschäftsführerin weist darauf hin, dass sich auch die Piloten von Privatflugzeugen an die Bestimmungen der Luftfahrt halten müssen. Das bedeute, dass die Flughöhe von 1000 Fuß (etwa 300 Meter) nicht unterschritten werden darf. Allerdings: In dieser Höhe könnte ein Pilot, wenn er es denn wollte, den ganzen Tag über einem Ort kreisen.

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