Schustereder will Kapazitäten für Luftfracht schaffen

Flughafenchef setzt aufs Netz: Flüge über Internetseite buchen

Flughafenchef Ralf Schustereder

Kassel/Calden. Wer von Kassel-Calden aus verreisen möchte, soll seine Flüge künftig über die Internetseite des Flughafens buchen können. Die Homepage soll schon bald umgestaltet werden, kündigte Geschäftsführer Ralf Schustereder bei einem Besuch der Kasseler SPD-Stadtverordnetenfraktion am Montag an.

Konkrete Aussagen über mögliche neue Verbindungen machte Schustereder auf Fragen der Stadtparlamentarier nicht. Der Flughafen sei weiterhin in Gesprächen mit Fluggesellschaften. Bevor aber keine Verträge unterschrieben sind, spreche er nicht über mögliche neue Verbindungen und Reiseziele. Im Blick hat Schustereder schon die nächste documenta im Jahr 2017, dann sollen Angebote für Besucher der Weltkunstausstellung stehen. Erste Planungen dazu liefen bereits.

Zufrieden äußerte sich Schustereder über die Entwicklung der Geschäftsreisen von Calden aus. Die Zahlen seien auf einem deutlichen Aufwärtstrend. Diesen Bereich will der Geschäftsführer weiter ausbauen, indem die Daten von Firmen in der Region erhoben werden, die mehr als 500 Mitarbeiter haben.

Hinweis:

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Gefragt von den SPD-Stadtverordneten brachte der Flughafen-Geschäftsführer indirekt auch Kritisches zur Sprache. Ohne auf seine Vorgängerin Anna Maria Muller einzugehen, sagte Schustereder, dass er sehr analytisch vorgehe und „nicht aus dem Bauch heraus“ entscheide. Derzeit lasse er über gezielte Marktforschungen die Potentiale des Flughafens ermitteln.

Hier finden Sie die Internetseite des Flughafens.

Nach dem Willen der aktuellen schwarz-grünen Landesregierung sollen sich die wirtschaftlichen Daten des Flughafens bis 2017 deutlich verbessern. Das Ziel, die Verluste jedes Jahr um zehn Prozent zu senken, sei „sehr ehrgeizig“, sagte Schustereder. „Ich kann noch nicht sagen, ob es uns gelingt.“ Es sei aber nicht hilfreich, wenn von politischer Seite immer wieder das Jahr 2017 als Zäsur vorgehalten werden. Fluggesellschaften und andere Unternehmen, die über ein Engagement in Kassel-Calden nachdenken, könnten sich dadurch eher zurückhalten und die Entwicklungen abwarten.

Schustereder wiederholte Überlegungen, Kapazitäten für den Umschlag von Luftfracht zu schaffen. Diese müssten Fluggesellschaften vorfinden, wenn sie Linienflüge von Kassel aus anbieten wollten. Die Kosten für den Neubau einer Frachthalle bezifferte Schustereder auf etwa 150.000 Euro. (clm)

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