"Piloten halten sich an Vorschriften"

Flugsicherung reagiert auf Beschwerden von Mündener Einwohnern

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Flughafen Kassel-Calden: Die Germania Air, hier der Eröffnungsflug am 4. April von Frankfurt nach Kassel-Calden, steuert von dem Regionalflughafen aus Urlaubsziele an. Einwohner von Hann. Münden beschweren sich, dass Passagiermaschinen zu dicht über der Stadt fliegen. Dem widerspricht die Deutsche Flugsicherung, die Flugrouten würden eingehalten.

Calden/Hann. Münden. Gut vier Wochen nach Beginn des Flugbetriebs in Kassel-Calden melden sich besorgte Einwohner aus Hann. Münden bei der HNA-Redaktion. Tenor der Anrufe: Lärm durch Passagierflugzeuge mit Ziel Kassel-Calden, die über die Dächer der Dreiflüssestadt einschweben.

Widerspricht die Wahrnehmung von Einwohnern aus Münden also der Zusicherung der Deutschen Flugsicherung, wonach die Menschen in der Dreiflüssestadt von den Flugrouten kaum betroffen sein werden?

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Die HNA hat bei der Flugsicherung nachgefragt. Dort hieß es, für die Einhaltung der Flugrouten zum Flughafen Kassel-Calden sei die Deutsche Flugsicherung in Bremen zuständig.

Auf dem Tower in Calden kontrolliere man nur den Endanflug, also die letzten Kilometer vor der Landung. Hann. Münden liege nicht mehr im Zuständigkeitsbereich der Caldener Flugsicherung.

In Bremen heißt es, dass alle Flugzeuge, die bisher in Calden auf dem neuen Flughafen gelandet seien, sich exakt an die vorgeschriebenen Flugrouten gehalten hätten. Dabei werde Münden nicht direkt überflogen.

Das sei zum Beispiel auch bei der Tailwind-Maschine am vorigen Dienstag so gewesen, die um 9.18 Uhr in Calden gelandet sei. Das Flugzeug sei wie alle großen Passagiermaschinen schon vor Münden in Richtung Kassel eingeschwenkt, um einen Anflug-Punkt zu erreichen, der westlich von Münden genau 9,26 Kilometer vom Flughafen entfernt liegt.

Von dort geht es per Gleitstrahl geradeaus zum Flughafen. Im Bereich Münden seien die Flugzeuge 2700 Fuß hoch. Das entspricht rund 1000 Metern. „Die Piloten halten sich genau an die Vorschriften und machen alles richtig“, erklärte die Deutsche Flugsicherung. (tho/kri)

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