Kassel-Calden

Kommentar zur Forderung nach Verbot für Luftwaffe: Stunde der Populisten

HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch

Die Linke fordert, den Flughafen Kassel Calden nicht mehr für militärflüge zur Verfügung zu stellen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch.

Da lacht das Populistenherz der Linken: Der Transall-Flug mit kurdischen Kämpfern von Calden nach Erbil bietet ihnen die Gelegenheit für einen politischen Rundumschlag: Es geht gegen den Flughafen, gegen die Bundeswehr und gegen die Ausrüstung der Kurden mit deutschen Waffen, mithin also gegen die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Zur Begründung für ihren Antrag dient den Linken eine tollkühne Annahme: Es könne doch nicht im Interesse der Flughafen-Gesellschafter sein, dass Kassel-Calden auch militärisch genutzt wird.

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Genau diese Annahme ist aber falsch. Als Bürger Hessens und Bewohner von Stadt und Landkreis Kassel sind wir alle Anteilseigner und Finanziers des Flughafens. Und die übergroße Mehrheit von uns hat nichts gegen die Bundeswehr - sehr wohl aber gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Traurig ist, dass die Stadt Kassel sich nicht zu der Notwendigkeit militärischer Flüge bekennt. Diese Ablehnung alles Militärischen hat bereits vor über 20 Jahren zum faktischen Aus für den Bundeswehrstandort Kassel geführt.

Kontakt zum Autor: ket@hna.de

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