Kommentar zu Trainingsflügen in Calden: Überall ist Sankt Florian

Der Ferienflieger TUI Fly setzt in Kassel-Calden seine Ausbildungsflüge fort. Das sorgt nicht nur für Begeisterung. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch.

Am Flughafen Calden kann man die Uhr danach stellen: Kaum wird die TUI-Fly-Boeing heute zu ihrem ersten Trainingsflug abgehoben sein, wird es wieder Beschwerdeanrufe geben.

An der Tatsache, dass sich Menschen in Immenhausen und anderswo über die Handvoll Flugbewegungen auf dem sonst eher ruhigen neuen Airport echauffieren, vermittelt auch einen Eindruck davon, wie es insgesamt um unsere Gesellschaft bestellt ist.

Das oberste Prinzip vieler Zeitgenossen ist längst das Sankt-Florians-Prinzip: Verschon mein Haus, zünd andere an. Mit dem Ferienflieger über die Köpfe der Menschen in Frankfurt, Hannover oder Paderborn hinweg in die große weite Welt? Na, klar. Am besten gleich mehrmals im Jahr. Aber Starts und Landungen in Calden? Die gehen gar nicht. Sollen die Piloten doch woanders für meine Sicherheit trainieren.

Man könnte die Sankt-Florians-Liste übrigens endlos weiterführen: Auf ihr stehen auch Autobahntrassen, Stromleitungen und die Standorte von Windrädern.

Video: Trainingsflüge von TUI Fly am Kassel Airport

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