In der nächsten Woche steht fest, wer die Hochbauten fertigt

Hochbauten für den Flughafen Kassel-Calden: Bleibt Auftrag in der Region?

Kassel / Calden. In den nächsten Tagen werden wichtige Weichen für den neuen Flughafen Kassel-Calden gestellt. Bis zum Ende nächster Woche soll feststehen, wer den Zuschlag für die Hochbauten (Tower, Terminal, Feuerwache) erhält.

Die Chancen scheinen gut zu stehen, dass der Auftrag weitgehend in der Region bleibt.

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Auch die Frage, wer sich von privater Seite am Flughafen beteiligt, soll bald geklärt werden. Bis zum 15. August läuft nach Auskunft des hessischen Finanzministeriums die Frist, bis zu der sich mögliche Mitbetreiber in einem Interessenbekundungsverfahren bewerben können. Wie aus dem Umfeld des Flughafens zu hören ist, soll es schon mehrere Bewerber geben. Mit ihnen würden dann Gespräche geführt, die sich über Wochen hinziehen könnten.

Für die Hochbauten des Flughafens sollen sechs Firmen ein Angebot abgegeben haben. Unter den Bewerbern ist auch eine sogenannte große Bietergemeinschaft, die aus den Baufirmen Bickhardt (Kirchheim), Hermanns (Kassel) Emmeluth (Kassel) und Hörnig (Aschaffenburg) besteht.

Die Baustelle: Flughafen Kassel-Calden

Die Baustelle: Flughafen Kassel-Calden

Wie die HNA erfuhr, habe diese Bietergemeinschaft wohl gute Chancen, den Zuschlag zu bekommen. Darüber muss der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Kassel-Calden entscheiden.

Bei der Firma Bickhardt Bau heißt es, man sei „voller Hoffnung, gut im Rennen zu liegen“. Bickhardt und Hermanns sind zurzeit mit den Erdarbeiten des Flughafens beschäftigt. Da ist man sogar ein wenig schneller als der Zeitplan es vorgibt.

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Dr. Anne Fenge, Vorstand von Hermanns, würde sich freuen, „wenn wir den Zuschlag erhalten“. Das böte auch Vorteile für den Auftrageber, was sich beim Preis bemerkbar mache. Denn, so Anne Fenge: „Es gibt einige Überschneidungen bei Erdarbeiten und Hochbau.“ So könnte etwa das große Containerdorf auf der Baustelle für die Arbeiter bestehen bleiben.

Spezialist mit im Boot

Zum Panorama vom Infopoint der Flughafen-Baustelle

Bickhardt, Hermanns und Emmeluth haben sich mit dem Aschaffenburger Unternehmen Hörnig einen Flughafen-Spezialisten ins Boot geholt. So soll in der Ausschreibung eine Voraussetzung gewesen sein, dass die Bewerber schon einmal am Flughafenbau beteiligt gewesen waren.

Die Hochbauten haben ein Volumen von 13 Millionen Euro. Das ist so gering, weil Technik und Sicherheitseinrichtungen nicht enthalten sind. Bei dem Hochbau-Auftrag geht es sozusagen nur um Boden, Dach und Fassade.

Die Hochbauarbeiten sollen im Herbst dieses Jahres beginnen. Der 225 Millionen Euro teure Flughafen soll im Frühjahr 2013 fertig sein.

Von Frank Thonicke

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