Flughafenausbau: Jagdgenossen fordern Entschädigung

Calden. Durch den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden entsteht den Jagdgenossen nach eigenen Angaben ein jährlicher Verlust von 2000 Euro. Bei ihrer Jahreshauptversammlung waren sie sich deshalb einig, eine entschprechende Entschädigungszahlung für den Fortfall des Jagdrechts zu fordern.

Der Vorsitzende Heinrich Schüler verlangt von der Flughafen GmbH Kassel-Calden einen Ausgleich der Vermögensnachteile, die den Jagdgenossen durch den Ausbau des Flughafens und später auch durch den Bau der Umgehung der B 7 entstehen. Die bisherigen Jagdbezirke Calden-West und Calden-Ost umfassen fast 1200 Hektar bejagbare Fläche. Durch die beabsichtigten Baumaßnahmen ist bereits jetzt ein Flächenverlust in Höhe von etwa 300 Hektar entstanden. Da es in einem ähnlich gelagerten Fall ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 1996 gibt, beauftragten die anwesenden 20 Jagdgenossen den Vorsitzenden die Forderung der Jagdgenossenschaft an die Flughafen GmbH und an die Straßenbauverwaltung (ASV) zu richten.

Wegen der bereits bestehenden Einzäunung der Flughafenfläche machen neben der Jagdgenossenschaft auch die Jagdpächter der beiden Jagdreviere auf verstärkte Wildbewegungen entlang des neuen Zaunes aufmerksam. In der letzten Zeit kam es zu mehreren Wildunfällen.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, vorsichtig zu fahren, da das Wild erst die neuen Wegeführungen für ihre bisherigen Wildwechsel finden müssen.

Auch der bereits im Winter gesichtete Luchs sowie auch Wildkatzen als neue besonders geschützte Tierarten in allen Caldener Wäldern können gelegentlich die Straßen queren. (eg)

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