Zentrale Rolle des Flughafens

Airport Kassel: 3700 Flüchtlinge von Calden ausgeflogen

Kassel. Die Zahl der freiwillig ausgereisten und abgeschobenen Menschen hat sich seit August fast versechsfacht. Bisher organisierten die Behörden 48 Charterflüge.

Der Airport Kassel ist zum zentralen Flughafen in Hessen für die Ausreise von Flüchtlingen in ihre Heimat geworden. Seit Anfang des Jahres sind laut dem Regierungspräsidium (RP) Gießen, das die Aufsicht über die Erstaufnahmestellen in Hessen hat, 4180 Menschen in ihre Heimat zurückgekehrt. Rund 90 Prozent der Menschen - also etwa 3762 - sind dabei über den Airport Kassel ausgeflogen worden.

Nur vereinzelt werde auf andere Flughäfen ausgewichen, teilte die Behörde mit.

Zwei Drittel der Asylsuchenden soll nach Informationen des Regierungspräsidiums freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sein. Bei den anderen handelt es sich um Abschiebungen. Insgesamt 48 Flüge haben die Behörden dafür organisiert. Angeflogen werden Pristina (Kosovo) und Tirana (Albanien). 29 Flüge charterte das RP Gießen für freiwillige Ausreisen. 19 Flugzeuge buchte die Bundespolizei für Abschiebungen.

Zahlen zu Abschiebungen aus dem Regierungsbezirk Kassel nannte das RP Gießen nicht.

Die Ausreisezahlen sind innerhalb von zwei Monaten stark gestiegen. Die Zahl hat sich fast versechsfacht. Im August war beim RP Gießen noch von 721 Menschen die Rede, die Hessen über den Airport Kassel freiwillig oder per Abschiebung verlassen hatten.

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