Ruheraum für Vielflieger im Flughafen

Flughafen-Chefin Muller: VIP-Lounge wird gebaut

Maria Anna Muller Foto: nh

Kassel / Calden. Flughafen-Chefin Maria Anna Muller ist überzeugt, dass die Fluggesellschaft Turkish Airlines (TK) auch bereits dann ab Kassel-Calden Linienflüge anbietet, wenn es am neuen Flughafen noch keine Business-Lounge für Geschäftsreisende und Vielflieger gibt.

Es gebe von der TK keine entsprechende Bedingung, bekräftigt die Managerin in der Debatte um die Frage, ob und wann die ersten TK-Maschinen in Richtung Istanbul starten.

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Es gebe bereits Pläne für den Ausbau eines ruhigen Aufenthaltsraums für Geschäftsreisende im Abflug-Bereich des Flughafens, es stehe Geld dafür zur Verfügung und ein Architekt sei bereits beauftragt. Die Fertigstellung der Lounge „dauert ein paar Wochen“, sagt Muller.

Ab wann TK fliegen will, weiß die Flughafenchefin nicht. Das sei Sache der Fluggesellschaft. Sie würde sich einen Start im Mai dieses Jahres wünschen, aber es könne auch Oktober werden. Für eine Übergangszeit, bis die Business-Lounge im Sicherheitsbereich fertig sei, könne ein bestehender Aufenthaltsraum im öffentlich zugänglichen Bereich des Flughafens als Ruheraum genutzt werden. Geschäftskunden der Croatia Airlines, die im vergangenen Jahr ab Calden geflogen war, hätten als kleinen Ausgleich für eine fehlende Lounge Gutscheine für ein Freigetränk an der Flughafenbar erhalten.

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Einen geschützten Arbeits- und Ruheraum für Geschäftsreisende anzubieten, lohne sich auch für den Flughafen, weil die Airlines für die Nutzung der Lounge durch ihre Passagiere Gebühren zahlen würden. Der im Kasseler Flughafen geplante Aufenthaltsraum im Abflug-Bereich sei aber keine Erste-Klasse-Lounge mit Spa und Massage-Angeboten, wie sie an manchen großen Flughäfen zu finden seien.

„Wir müssen unsere Infrastruktur noch komplettieren“, erklärt Muller. Das gelte nicht nur für die Business-Lounge, sondern auch für eine kleine Frachthalle, die am Flughafen benötigt wird. Fast alle Passagiermaschinen haben auch Luftfracht an Bord, die sicher gelagert und umgeschlagen werden muss. In der Frachthalle werde auch ein Zollamtsplatz entstehen. Auch Pläne und Geld für den Hallenbau seien vorhanden, „die stellen wir im Laufe des Sommers hin“, sagt die Flughafen-Chefin.

Von Jörg Steinbach

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