Maximal 450.000 Euro muss die Gemeinde zahlen

Flughafenkosten: Land springt Calden bei - Zuschuss wird gedeckelt

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Belastet den Haushalt der Gemeinde Calden: der Kassel Airport.

Calden. Mit 1,1 Millionen Euro belastet der Kassel Airport voraussichtlich in diesem Jahr die Gemeinde Calden. Doch nun gibt es einen Kompromiss, um Calden zu entlasten.

Der Zuschuss, den die Gemeinde jährlich zahlen muss, wird auf 450.000 Euro gedeckelt. Das fehlende Geld kommt vom Land. Es ist allerdings kein Geschenk, sondern ein zinsloses Darlehen, das die Gemeinde nur dann zurückzahlen muss, wenn es ihr finanziell wieder gut geht.

Dieses Finanzierungsmodell hat Bürgermeister Maik Mackewitz mit dem Land Hessen ausgehandelt. Am Donnerstag stellte er es dem Gemeindeparlament vor, das nun darüber entscheiden muss.

Eigentlich hatten die Caldener zuletzt gehofft, ihre Anteile am Flughafen zumindest teilweise loszuwerden. Denn durch die Beteiligung muss die Kommune auch für die Kosten des Flughafens geradestehen. Doch ein Verkauf oder eine Abgabe von Anteilen sei „politisch nicht durchsetzbar“, sagt Mackewitz.

Stattdessen geht es nun um eine Begrenzung der Kosten für Calden, die durch den Verlust des Airports, Zinsverpflichtungen und die Gemeinwohlkosten entstehen - das sind beispielsweise Kosten für die Flugsicherung. Entsprechend dem Geschäftsplan des Flughafens würden dafür in 2016 für Calden insgesamt Kosten von 930.000 Euro auflaufen. Die sollen zwar in den nächsten Jahren schrittweise sinken, summieren sich aber für Calden auf mehrere Millionen auf. Mit der neuen Vereinbarung müsste die Gemeinde aber jährlich nur maximal 450.000 Euro zahlen.

Den Rest streckt das Land vor. Diese Schulden werden nur abbezahlt, sobald Calden über 1,8 Millionen Euro Gewerbesteuer einnimmt. Und selbst dann müsse die Kommune nur einen Teil des Überschusses an das Land abgeben. (gör)

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