Überprüfung der Bundespolizei sorgt für über einstündige Verspätung am Flughafen Kassel

Grenzkontrolle: Alle Passagiere mussten Athen-Flieger wieder verlassen

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Calden. Mit mehr als einer Stunde Verspätung ist am Freitag ein Flug der Aegean Airlines vom Flughafen Kassel nach Athen gestartet. Der Grund hat einige Passagiere verärgert.

Nachdem die Passagiere bereits eingestiegen waren, mussten sie den Flieger noch einmal verlassen, um sich einer Passkontrolle zu unterziehen. Der für 12.10 Uhr angesetzte Start verschob sich dadurch auf 13.37 Uhr.

Hintergrund sind laut Bundespolizei die Grenzkontrollen, die vor dem G20-Gipfel in Hamburg (7./8. Juli) eingeführt wurden. Seit 12. Juni wird bei Reisen innerhalb des Schengenraums, in dem sich EU-Bürger sonst frei bewegen können, zumindest punktuell kontrolliert. Das soll die Durchreise potenzieller Gewaltverbrecher verhindern.

Laut Bundespolizeisprecher Christian Altenhofen wurde aufgrund taktischer Gründe und der Lagebeurteilung entschieden, alle Passagiere genau dieses Athen-Flugs am Freitag zu überprüfen. Nähere Angaben wollte der Sprecher nicht machen, erklärte aber, dass Griechenland in der aktuellen Migrationslage ein sensibler Bereich ist. Bekannt ist, dass zuletzt Schlepper versucht haben, Flüchtlinge von Athen über Calden in Deutschland einzuschleusen.

Da der Flug sonst kontrollfrei ist, wurde laut Altenhofen erst kontrolliert, als alle Passagiere an Bord waren. Das hat bei einigen Fluggästen für Empörung gesorgt, die ihrem Ärger auch gegenüber der HNA Luft machten.

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