Kommentar zum Abgang des Flughafenchefs: Gespür für Realität

Der Kasseler Flughafen-Chef Ralf Schustereder verlässt zum 1. April den Airport. Das bestätigte am Montag das Finanzministerium. Ein Kommentar von Chefredakteur Horst Seidenfaden.

Wenn es zutrifft, dass Airport-Geschäftsführer Ralf Schustereder um die Beendigung seines Vertragsverhältnisses gebeten hat, dann zeigt dies, dass zumindest einer den Blick für die Realität nicht ganz verloren hat: Ralf Schustereder. 

Räumt zum 1. April seinen Platz als Flughafenchef in Calden: Ralf Schustereder.

Die Vertreter der Anteilseigner üben sich weiter im gefühlsduseligen Singsang vom angeblichen Erfolg der Geschäftstätigkeit des Mannes. Und es interessiert sie nicht die Bohne, dass sie vor kurzem noch Schustereder die Vereinbarungen mit Schauinsland als Erfolg anhefteten - und dies nun als Resultat des segensreichen Wirkens von Lars Ernst bezeichnen. Und nach wie vor sind die Eskapaden Schustereders, die die Flughafen-Mannschaft zutiefst demotivierten, für die Handelnden in der Politik kein Thema. 

Das Desaster in der Geschäftsführung hat nun wohl mit Lars Ernst vermutlich ein Ende. Was aber bleibt, sind die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschafter. Für Ernst bleibt die Hoffnung, dass sie ihn beim möglichen Erfolg genauso treu begleiten wie seinen Vorgänger beim Ritt ins Desaster.

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