Beratergremium tagte seit 2013 nicht mehr

Mit Öffentlichkeitsarbeit unzufrieden: Calden will wieder einen Flughafenbeirat

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Calden. Die Gemeinde Calden will den Flughafenbeirat zurück: Das Gremium, das zuletzt im Jahr 2013 zusammentrat, soll wiederbelebt werden.

Die Hoffnung: mehr Mitsprache und ein besserer Informationsfluss im Bezug auf den Kassel Airport. 

Der Vorstoß, ihn wiederzubeleben, kommt von der CDU und wird von allen Parteien in Calden unterstützt. Denn mit der Öffentlichkeitsarbeit des Flughafens sind sie unzufrieden: „Der Airport kostet Steuergeld“, sagt Brigitte Gerstenberg (CDU), doch die Bürger wüssten nicht, was dort passiere. Der Beirat war ein Beratergremium des Flughafens, das Empfehlungen aussprach und ein Recht auf Information hatte. Er bestand aus Vertretern der Wirtschaft und der Gremien der Gesellschafter – also der Parlamente von Land, Stadt und Kreis Kassel sowie der Gemeinde Calden.

Genau diese Zusammensetzung fordert auch der frühere Landrat Udo Schlitzberger (SPD), der im Beirat saß: Nach dem Wechsel der Flughafen-Geschäftsführung im Jahr 2014 sei erst versucht worden, das Gremium abzuschaffen. Das scheiterte. Dann sei eine neue Zusammensetzung ohne Kommunalpolitiker festgelegt worden. In dieser Form trat der Beirat aber nie zusammen.

Wenn das Gremium wiederbelebt werde, müsse das in der ursprünglichen Form sein, sagt Schlitzberger: In einer für den Flughafen so wichtigen Phase das kommunalpolitische Fachwissen rauszunehmen, „ist nicht schlau“.

Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz muss sich durch einen Beschluss seines Parlaments nun für eine Neubelebung des Beirats in ursprünglicher Form einsetzen.

Das hessische Finanzministerium teilte auf Anfrage mit, dass der Beirat „für das Land auch in Zukunft ein wichtiges Gremium“ sei. Zuletzt hätten aber andere Dinge im Mittelpunkt gestanden, wie ein Ausbau des Flugangebots am Kassel Airport.

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