Namenswettbewerb: Hohn und Spott für Maskottchen vom Kassel Airport

Calden. Der Regionalflughafen Kassel hat sich mit einer Imagekampagne im Internet Hohn und Spott eingefangen.

Aufgerufen hatte er zu einer öffentlichen Namenssuche für sein neues Maskottchen, einen Waschbären im Superheldenkostüm - doch auf der Facebook-Seite des Airports gingen massenhaft hämische Vorschläge ein: "Fliegtnixbär", "NixlosBär" oder "Ambodenbleibär" lauteten am Donnerstag nur einige der Ideen.

Aktualisiert um 19.30 Uhr

Mit dem Namen "BERchen" zog etwa ein Teilnehmer Parallelen zum Berliner-Pannenflughafen, ein anderer spielte mit "ErBÄRmlich" auf dünne Flugpläne an. "Pleity wäre ein sehr passender Name", schreibt ein anderer.

Eine Sprecherin des Airports nahm die Vorschläge gelassen: "Es war zu erwarten, dass sich nicht nur die positiv gesonnenen Menschen beteiligen, sondern auch die, die eine kritische Meinung zu uns haben", sagte sie. Die Kampagne ist Teil des Imagewandels, den der defizitäre Flughafen vollziehen will. Erst im Januar hatte er sich in "Kassel Airport" umbenannt. Für Juni ist nach Angaben der Sprecherin ein Relaunch des Internet-Auftritts geplant. Seit seiner Eröffnung im April 2013 fährt der Regionalflughafen Millionendefizite ein, vor allem weil er von zu wenigen Airlines angeflogen wird.

Trotz der zahlreichen hämischen Kommentare sieht man beim Flughafen selber den Namenswettbewerb als Erfolg. Auf der eigenen Facebook-Seite hätten 95 Prozent der Besucher positiv auf die Aktion reagiert, sagt Airport-Sprecherin Natascha Zemmin. "Viele Facebook-Einträge und auch E-Mails waren sehr freundlich und nett", sagte Zemmin auf Anfrage unserer Zeitung. Die Resonanz auf die Aktion sei wesentlich größer als erwartet worden war. Zwei der freundlichen Vorschläge waren "Bärkules" und "Heidi".

Interview mit der Flughafen-Sprecherin:

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