Mehrkosten: Die EU hat noch Fragen zum Flughafen Calden

Kassel/Calden. Der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden wird sich voraussichtlich um mindestens weitere zwei Monate verzögern. Der Grund: Eine Entscheidung, ob die EU die Mehrausgabe von 75 Millionen Euro Steuergeldern erlaubt, steht noch aus.

Wie berichtet, soll der neue Flughafen 225 Millionen Euro kosten. Ursprünglich waren Schätzungen von 151 Millionen Euro ausgegangen.

Die Kostensteigerung von rund 75 Millionen Euro, über die seit März Klarheit besteht, ist mit einem vorsorglichen Baustopp verbunden. Bevor weiteres Geld ausgegeben wird, will die Flughafen GmbH erst abwarten, ob die EU-Kommission die Mehrausgaben erlaubt.

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Eine Entscheidung der EU sollte bis Ende dieses Monats fallen. Doch nun hat die EU-Kommission noch Fragen. Wie die aussehen, ist nicht bekannt. Beim hessischen Verkehrsministerium heißt es, die Fragen aus Brüssel seien noch nicht eingetroffen. Die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland erklärte auf Anfrage, die so genannte Notifizierung (Erteilung einer Genehmigung) laufe noch. Wann eine Entscheidung falle, stehe noch nicht fest. Weitere Einzelheiten seien in Brüssel nicht zu erfahren.

Laut hessischem Verkehrsministerium beginnt mit den EU-Fragen eine neue Frist, die zwei Monate betrage. So lange wird sich der Bau verzögern.

Ursprünglich sollten die Erdarbeiten für den Flughafen Mitte Oktober beginnen. Zurzeit arbeitet man an der Verlegung der B 7 und baut Wirtschaftswege.

Der neue Flughafen soll im Jahr 2013 eröffnet werden. Das Ausbauvorhaben war von der EU-Kommission bereits im Jahr 2009 vor der Kostensteigerung ohne Auflagen genehmigt worden. Der Ausbau sei zum „Erreichen gemeinschaftlicher Ziele notwendig“, hieß es damals.

Die Flughafen GmbH ist sich sicher, dass die EU-Kommission auch dieses Mal zustimmen wird.

Von Frank Thonicke

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