Verhandlungen sind gescheitert

Calden: Keine Flüge auf die Kanaren

Calden. Am Flughafen Kassel-Calden wird es einem Medienbericht zufolge vom November bis in den Frühling hinein keine regelmäßigen Flüge mit großen Maschinen geben.

Verhandlungen über Flüge nach Ägypten seien gescheitert, und die ab Februar geplanten wöchentlichen Kanaren-Flüge stünden vor dem Aus, berichtete hr-online am Sonntag mit Bezug auf Flughafen-Geschäftsführerin Maria Anna Muller.

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Demnach steht der letzte Linienflug dieses Jahres am 29. Oktober auf dem Programm des nordhessischen Regionalflughafens, erst im April soll es wieder weitergehen. In der Zwischenzeit setzt der Flughafen auf Geschäfts- und Sonderflüge.

Muller war Sonntagabend nicht für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Beim hessischen Finanzministerium gab es am Sonntag keine Bestätigung für die Angaben, der Airport und das Verkehrsministerium waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Aufsichtsratschef des Flughafens, Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), hat unlängst versichert, die 143 Arbeitsplätze an dem Airport seien trotz fehlender Auslastung sicher.

Der Flughafen steht seit seiner Inbetriebnahme am 4. April wegen seiner geringen Auslastung in der Kritik. Für 2013 wird ein Defizit zwischen sechs und sieben Millionen Euro erwartet. Bis Ende August nutzten rund 32.600 Reisende den Airport. (dpa/jop)

Bilder aus der Geschichte des Flughafens Kassel-Calden

Kassel-Calden
Die Wurzel des neuen Airports liegen in der Fulda-Aue zwischen Waldau und Lohfelden. © 
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Dort entstand in den 20er-Jahren ein Flugplatz, der 1924 eröffnet wurde. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
In Kassel-Waldau starteten und landeten die Flugzeuge viele Jahre auf dem Rasen. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Von 1930 bis 1945 diente er dem Flugzeugbauer Fieseler als Werksflugplatz. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
In den 60er-Jahren drängte die Wirtschaft die Stadtväter zur Suche nach einem neuen Standort. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Das verkehrsgünstig gelegene Gelände in Waldau wurde als Wohn- Gewerbe- und Industriefläche gebraucht. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Fündig wurde die Stadt schließlich in Calden, wo Otto Freiherr Wolff von Gudenberg 1968 rund 200 Hektar Land zum Kauf anbot. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Nur zwei Jahre später, am 19. Juli 1970, wurde der Verkehrslandeplatz Kassel-Calden eröffnet. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Bereits in der Bauphase bildete sich in den Caldener Ortsteilen Ehrsten und Fürstenwald eine Bürgerinitiative gegen das Projekt. Allerdings konnte sie es nicht verhindern. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Schon bald entwickelte sich ein reger Flugbetrieb. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Neben Charterflügen nach Dalamatien im damaligen Jugoslawien sowie zu anderen Mittelmeerzielen wurden Linienflüge nach Berlin, Köln-Bonn, München und Düsseldorf angeboten. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Pause: Bauarbeiter nehmen sich am Flughafen Kassel-Calden eine leine Auszeit. Das Foto entstand 1969. © HNA-Archiv
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Tankstopp auf dem Flughplatz in Kassel-Waldau © HNA-Archiv
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1972 flogen ab Calden Flugzeuge nach Dalmatien. Eines trug den Namen des Caldener Ortsteils Meimbressen. Unser Foto zeigt Stewardess Barbara Hille (Mitte) aus Kassel mit Kolleginnen. © HNA-Archiv
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 © HNA-Archiv

Rubriklistenbild: © dpa

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