"Frisches Wasser auf die Mühlen der Gegner"

Kommentar zur Fluggastprognose: Professionell geht anders

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Airport-Chef Ralf Schustereder verwirrte mit der Fluggastprognose für Kassel-Calden. Seine Sprecherin, Natascha Zemmin, vermutet einen Zahlendreher. Ein Kommentar von José Pinto.

Das ist schon grenzwertig: Am Gründonnerstag kommunizierte die Flughafenleitung eher lapidar und unvermittelt zum Teil drastisch nach unten korrigierte Fluggastprognosen, und dann ist nach der Veröffentlichung der weithin unbekannten Zahlen kein Verantwortlicher mehr zu erreichen – nach Diktat verreist. Professionell und transparent geht anders.

Die von der Flughafenleitung betriebene und von den Gesellschaftern möglicherweise gewollte Salami-Taktik soll offenbar die wachsende Zahl von Kritikern besänftigen. Doch mit ihrer Kommunikationsstrategie erreichen die Protagonisten genau das Gegenteil. Die schrittweise Senkung der Fluggastziele ist frisches Wasser auf die Mühlen der Gegner.

Prognosen hin oder her – der Flugbetrieb für sich genommen wird sich in Kassel-Calden wohl nie rechnen. Sollte aber die Ansiedlung neuer, möglichst luftfahrtaffiner Betriebe auf dem alten Gelände gelingen, kann der Airport zumindest in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung langfristig zu einem Erfolg werden.

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