HNA-Meinung

Kommentar zur Entlassung der Flughafen-Chefin: Mullers Abflug

Frank Thonicke

Kassel. Maria Anna Muller ist nicht mehr die Chefin des Flughafens Kassel-Calden. Die Entwicklung des Flughafens blieb während ihrer Führung hinter den Erwartungen zurück. Ein Kommentar von Frank Thonicke, Leiter der HNA-Redaktion Kassel.

Als Maria Anna Muller ihren Job in Calden antrat, schrieben wir, dass den Chefs von kleinen Flughäfen der Wind ins Gesicht weht. Man bräuchte sich aber nur umzudrehen - dann hat man Rückenwind.

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Die Kehrtwende hat Maria Anna Muller nicht geschafft. Ausgestattet mit vielen Vorschusslorbeeren und auch von uns als Hoffnungsträgerin gehandelt, hatte sie ihren Kredit schnell verspielt. Sie setzte auf unseriöse Flugmakler, auf Gesellschaften, die schnurstracks in die Pleite flogen, und sorgte für eine Außendarstellung des Flughafens, die nahezu einer Katastrophe gleichkam. Sie beauftragte eine Frankfurter Agentur - das war ungefähr so, als würde Uli Hoeneß Sprecher des Bundes der Steuerzahler.

Natürlich fiel Frau Mullers Ära in eine Zeit, in der die Luftfahrtbranche kriselt. Ihre miese Bilanz ist aber zum übergroßen Teil hausgemacht. Dass man jetzt als Grund für Mullers Abflug ein mediales Kesseltreiben unterstellt, ist abenteuerlich. Hätte sie erfolgreich gearbeitet, hätte niemand gemeckert. So einfach ist das.

E-Mail an den Autor: tho@hna.de

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