Bürgerinitiative hält Kommission für Makulatur

Flughafen Kassel-Calden Kritik an Zeitplan für Lärmschutz

Steffi Weinert Foto: Archiv

Calden. Als reine Makulatur hat Steffi Weinert (Breuna) als Mitglied für die Bürgerinitiativen (BIGA) in der Lärmschutzkommission vertreten, diese Runde bezeichnet.

Die Kommission berät die Genehmigungsbehörden über Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung im Zusammenhang mit dem Flughafenausbau in Calden. Dass die Tätigkeit der Kommission nicht ernst genommen werde, spiegele sich in unzumutbaren Arbeitsbedingungen und einem engen Zeitplan, erklärte Weinert.

Nachdem bereits im Januar die Festlegung der An- und Abflugverfahren beantragt worden sei, „sollen wir jetzt innerhalb von vier Wochen eine Entscheidung treffen, die unter Umständen erhebliche Auswirkungen für die Bevölkerung haben wird“, sagte Weinert. Die Lärmbetroffenheit der Region weiche erheblich von den Flugrouten-Aussagen im Planfeststellungsbeschluss ab. Damit könnten jetzt Städte und Gemeinden wie Kassel, Baunatal, Fulda-brück, Lohfelden, Kaufungen und Niestetal direkt überflogen werden, ohne ihr Votum in der Lärmschutzkommission abgeben zu können. Grund: Dort sind nur die direkten Anrainerkommunen stimmberechtigt vertreten.

Bei der Auswahl der Flugrouten werde der Lärmschutz nicht immer höchste Priorität haben. Im Vordergrund stünden eine sichere und flüssige Verkehrsabwicklung.

Von Jürgen Umbach

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