Lärmschutzkommission prüft die verschiedenen Flugrouten

Flughafen Kassel-Calden: Lasten gerecht verteilen

Grebenstein. Die möglichen Flugrouten, auf denen der Flughafen Kassel-Calden ab April 2013 angeflogen wird, sorgen für Zündstoff. Derzeit werden sie in der Lärmschutzkommission kontrovers diskutiert.

Der Vorsitzende, der Grebensteiner Bürgermeister Danny Sutor, ist nicht zufrieden mit dem vorgegeben Zeitplan. Und auch die vorgeschlagenen Routen finden nicht immer die Zustimmung des Verwaltungschefs.

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Derzeit sei man dabei, alle noch fehlenden Informationen zusammenzutragen. Sechs Wochen hat die Kommission Zeit, um sich zu den An- und Abflugrouten zu äußern und eigene Vorschläge zu unterbreiten. Der Zeitplan sei sehr ambitioniert, meint Sutor. Er lasse leider nicht genug Spielraum, um Parlament und Bevölkerung in die Meinungsbildung mit einzubinden.

Aber den Bürgermeistern der in der Lärmkommission vertretenen Kommunen seien die Belange der Menschen ja bewusst. Sein Ziel als Vorsitzender der Kommission (ihr gehören unter anderem die Bürgermeister von 15 betroffenen Städten und Gemeinden an) sei es, einen möglichst breiten Konsens in der Kommission herbeizuführen.

Das Votum des Gremiums ist für das Luftfahrtamt nicht bindend, hat aber sehr starkes Gewicht, so Sutor. Und wenn es der Region gelingt, möglichst mit einer Stimme zu sprechen, dann sei dies umso besser. Vor diesem Hintergrund gelte es, die Lasten, die Flughafen in Form von Lärm zweifellos mit sich bringe, möglichst gerecht zu verteilen.

Von Michael Rieß

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