Ab nach Kassel-Calden: Thielemann zieht von der Nordstadt an den Flughafen

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Neue Halle vor altem Tower: Über den Neubau freuen sich (von links) Architekt Carsten Günther, die Bauherren Wolfgang und Tanja Denk, Harald Birsl (Wirtschaftsförderung) und Rolf Hedderich (Flughafen GmbH).

Kassel. Rolf Hedderich, einer der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Kassel-Calden, spricht von einem „Leuchtturm“. Das Bild mag für einen Flughafen nicht ganz stimmig sein, doch es ist für die Vermarkter der Gewerbegebiete in Calden herausragend, was zurzeit passiert:

Mit der Firma Thielemann, die Maschinen, Werkzeuge und Betriebseinrichtungen verkauft, siedelt sich das erste Unternehmen am alten Flughafen an, seit der neue Airport im Bau ist.

Raus aus Kassel, ab nach Calden - so lautet die Devise des Unternehmens, das bisher an der Holländischen Straße zu Hause war. Der Rohbau der 800 Quadratmeter großen Halle, die auf einem 2500 Quadratmeter großen Grundstück steht, ist inzwischen fertig. Spätestens zum 1. Januar 2012 will die Firma, die in Calden dann nicht mehr Thielemann, sondern wie der Chef „Denk“ heißen wird, mit 20 Mitarbeitern umgezogen sein.

Was hat Wolfgang Denk dazu veranlasst, seine Firma an den Flughafen zu verlagern?

Mehrere Motive

Die Motivlage ist gemischt: Zum einen wohnen die Denks nicht weit weg von Calden. „Der Weg von der Firma nach Hause zu unseren drei Kindern wird damit kürzer“, sagt Tanja Denk.

Weitere Infos, Bilder und Videos zum Flughafen Kassel-Calden finden Sie in unserem Spezial und im HNA-RegioWiki.

Infrage kam somit eigentlich nur ein Gewerbegrundstück nördlich von Kassel. Hier kam nun Harald Birsl von der Wirtschaftsförderung Kassel ins Spiel. Der machte den Denks die Fläche am Flughafen schmackhaft. Und Wolfgang Denk ist heute froh, zugegriffen zu haben: „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Calden, dem Flughafen und der Wirtschaftsförderung war und ist hervorragend. Alles ging völlig reibungslos über die Bühne.“

Das hat Wolfgang Denk natürlich herumerzählt, und so ist er sich sicher, dass sich sogar einige seiner Kunden am Flughafen ansiedeln werden. Andere sind schon da: die Luftfahrtunternehmen ZF, Piper, Eurocopter und andere nehmen laut Wolfgang Denk bereits ab, was die Firma Thielemann liefert. Und außerdem, so Denk, sei es für ihn und seine Geschäftskunden auch schön, künftig in unmittelbarer Nähe des neuen Flughafens zu sein.

Am Rande des alten Platzes könnte schon bald eine weitere, spektakuläre Ansiedlung vermeldet werden, sagt Harald Birsl. Ein Unternehmen mit 90 Arbeitslätzen möchte nach Calden kommen. Birsl: „Wir sind mit den Verhandlungen sozusagen im Strafraum.“ Nun hofft man, demnächst den entscheidenden Treffer zu erzielen. Birsl: „Wir sind wirklich ganz dicht davor.“ Dann steht‘s 2:0 für das Gewerbegebiet am alten Flughafen.

Von Frank Thonicke

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