Protest von Hemeln bis nach Uslar gegen Calden-Flugroute

+
Kein Fluglärm über der Region Oberweser-Bramwald: Mit dieser Forderung machen jetzt Bürger mehrerer Ortschaften mobIl.

Hann. Münden/Uslar. Der HNA-Bericht über die jetzt vorliegenden Varianten von An- und Abflugrouten des künftigen Flughafens Kassel-Calden zeigt Folgen über Hann. Münden hinaus.

Lesen Sie auch:

-Kassel-Calden: Kommission skizziert Vorschläge für Flugrouten

Nachdem bekannt wurde, dass auch das Gebiet zwischen Bramwald und Solling als Flugschneise in Frage kommen könnte, fand eine spontane Versammlung von Bürgern aus den Mündener Ortschaften Bursfelde, Glashütte und Hemeln sowie aus Uslar-Fürstenhagen statt. Am selben Abend wurde die Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald gegründet, die sich gegen drohende Fluglärmbelastungen wendet.

Mittlerweile haben sich weitere Bürger angeschlossen, auch die Ortsräte von Hemeln, Fürstenhagen und des Ortsteils Heisebeck der Gemeinde Oberweser sagten Unterstützung zu. Als Sprecherin der BI fungiert die Bursfelderin Gabriele Niehaus-Uebel.

In einem am Montag abgesandten Schreiben an den Kasseler Regierungspräsidenten fordert die BI, an den Sitzungen der Lärmschutzkommission beteiligt zu werden: Da sich der Schwerpunkt der Flugrouten offenbar – entgegen ursprünglicher Planungen – in die Region Oberweser-Bramwald verlagere, gehöre man zu den möglicherweise Betroffen.

Als Begründungen werden unter anderem ins Feld geführt:

• massive Beeinträchtigung der Gesundheit,

• starke Gefährdung der Flugsicherheit durch Vogelschlag (Hauptreiseroute der Kraniche und Wildgänse),

• Belastung durch Kerosin,

• erhebliche Wertminderung der Grundstucke und Immobilien mit Existenz bedrohenden Folgen,

• Gefährdung des Tourismus, von dem die Menschen an der Oberweser überwiegend leben (Beispiel Weserradweg),

• existenzielle Bedrohung des weit bekannten Klosters Bursfelde mit Tagungszentrum und Ort der Stille,

• massive Beeinträchtigung des Pilgerwegs Loccum-Volkenroda.

An nur einem einzigen Tag, so BI-Sprecherin Niehaus-Uebel, habe man 300 Unterschriften gesammelt: „Das mag verdeutlichen, dass die Region Oberweser-Bramwald nicht dicht besiedelt ist, jedoch täglich stark von Besuchern frequentiert wird.“ (asc)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.