Halbjahresbilanz des Aufsichtsrates

Schäfer: Calden hat erhoffte Flüge und Passagiere nicht erreicht

Kassel/Calden. Auch der Aufsichtsrat des umstrittenen Flughafens Kassel-Calden sagt nun: Es gab bislang zu wenig Passagiere und Flüge. Doch der Chef des Gremiums, Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, sieht auch positive Entwicklungen.

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Der Aufsichtsrat des umstrittenen Flughafens Kassel-Calden hat wegen weniger Ferienflieger eine geteilte Halbjahresbilanz gezogen. „In einem für die Luftverkehrswirtschaft insgesamt schwierigen Jahr hat auch der Regionalflughafen Kassel-Calden nicht in vollem Umfang die für den Sommerflugplan erhofften Flüge und Passagierzahlen umsetzen können“, sagte Hessens Finanzminister und Flughafen-Aufsichtsratschef, Thomas Schäfer (CDU).

Für die Etablierung eines neuen Flughafens bedürfe es allerdings eines langen Atems, betonte Schäfer laut Mitteilung vom Freitag. „Dessen waren sich die Gesellschafter bereits bei der Entscheidung für den Ausbau bewusst.“ Das Kontrollgremium hatte am Mittwochabend getagt.

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Das diesjährige Minus des Flughafens werde sich in etwa auf Vorjahresniveau bewegen, sagte Schäfer weiter. 2012 benötigte der Flughafen einen Zuschuss von 6,6 Millionen Euro. Die Zahl werde von aktuellen Schwankungen im Flugbetrieb nur geringfügig beeinflusst. Endgültige Zahlen zum Jahresergebnis gibt es erst 2014. Im Winter wird es nach derzeitigem Stand wohl gar keine Ferienflieger in Calden geben. Für den folgenden Sommer ständen aber viele attraktive Ziele im Flugplan, kündigte der Aufsichtsratschef an.

Eine Erfolgsgeschichte sei der Verkauf der Baugrundstücke am neuen Flughafengelände, betonte der CDU-Politiker. Fast alle Hochbauflächen seien vermarktet. „Der Standort Flughafen ist attraktiv und bestätigt uns, die richtige Entscheidung für den Bau des Flughafens getroffen zu haben.“ Kritiker werfen dem am 4. April eröffneten Flughafen eine mangelnde Auslastung vor. (dpa)

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