Bürgermeister erwartet nach Windradabbau kaputte Wege und Ausfall an Gewerbesteuer

Ausfall an Gewerbesteuer: Stadt Immenhausen bittet Flughafen zur Kasse

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Sind Sicherheitsrisiko für den Flugbetrieb: Die Windräder bei Immenhausen. Deshalb werden sie in zwei Jahren abgebaut. Die finanziellen Nachteile, die Bürgermeister Herbert Rössel für seine Stadt erwartet, will er sich von der Flughafen GmbH bezahlen lassen.

Immenhausen. Zwei Jahre lang werden die zwölf Windräder bei Gut Waitzrodt noch Strom liefern. Dann werden sie von der Flughafen Kassel-Calden GmbH abgebaut. Mit ihrer Höhe stellen sie ein Sicherheitsrisiko für den Flugbetrieb dar.

Der Stadt Immenhausen rechnet nach dem Abbau der Räder mit einem Ausfall an Gewerbesteuer. Pro Jahr etwa 30 000 Euro, sagt Immenhausens Bürgermeister Herbert Rössel. Diesen Verzicht will sich die Kommune für die Dauer von zwölf Jahren erstatten lassen. Und so fordert sie von der Flughafen GmbH 400 000 Euro. Darüber hinaus kämen mit den Änderungen in Flächennutzungsplan und Bebauungsplan weitere unerwartete Kosten auf die Stadt zu. Auch diese soll der Flughafen übernehmen.

Da es außer den Flächen bei Mariendorf innerhalb der Stadt Immenhausen keine weiteren Flächen für Windenergie gibt, könnten die Räder auch nicht an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Die Beträge, über die die Kommune derzeit mit der Flughafen GmbH verhandelt, wolle die Stadt für den Abbau der 14,5 Millionen Schulden verwenden. Doch damit ist es mit den Forderungen noch nicht genug. Herbert Rössel erwartet, dass der Abtransport der tonnenschweren Technik an den Feldwegen nicht spurlos vorübergehen wird. „Und wir sind gerade dabei, unsere Feldwege zu ertüchtigen.“ Weggeschafft würden nicht nur die Windkraftanlagen, sonderen auch die zehn mal zehn Meter großen Betonsockel, die drei Meter tief ins Erdreich eingelassen sind. Der Immenhäuser Verwaltungschef erwartet eine Zahlung in Höhe von 200 000 Euro. Von dem Geld sollen die defekten Wege wieder in Stand gesetzt werden.

Der Abbau der Windenergieanlagen ist für das erste halbe Jahr in 2013 vorgesehen. (ant)

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