Flughafen Kassel-Calden

Statt XL nun Hamburger: Verwirrung um Flugreisen ab Calden

Kassel. So schnell kann es gehen: Vor wenigen Wochen noch hatte Rewe-Touristik angekündigt, nun auch Flugreisen ab Kassel-Calden anbieten zu können. Dies sollte das deutsche Unternehmen XL Airways übernehmen. Doch ob XL jemals von Calden aus starten wird, steht jetzt in den Sternen.

Sicher ist, dass die Charterfluggesellschaft ihre Betriebslizenz für den Winter ruhen lässt. Das heißt auf gut Deutsch, XL wird zumindest in den nächsten Monaten nicht fliegen. Alle Flüge werden im Winter von der Hamburg Airways, die mit Airbussen startet, übernommen.

Und im Sommer? Da sollte XL von Calden abheben, die Flüge für Rewe mit den Töchtern ITS und Jahn-Reisen übernehmen. Montags, mittwochs, freitags und sonntags sollte es nach Mallorca gehen, dienstags nach Fuerteventura, donnerstags nach Teneriffa, samstags nach Antalya.

Flughafen Kassel-Calden im Regiowiki

Die Flüge, versichern Rewe-Direktor Bongartz und Caldens Flughafen-Chefin Maria Anna Muller, würden auf jeden Fall stattfinden. Jeder, der ab Kassel-Calden gebucht habe, werde auch an sein Ferienziel geflogen. Nur: Von wem?

Darüber soll schon im Januar Klarheit herrschen, sagt Jörgen Bongartz. Er weiß, dass nun die Verunsicherung bei manchen Passagieren groß ist. Zurückhaltung bei den Buchungen wird befürchtet.

Darum ist man bei Rewe und auch am Flughafen bemüht, Entwarnung zu geben. Zurzeit sieht es wohl so aus, dass XL Deutschland und XL Frankreich unter Federführung von Hamburg Airways fusionieren. Für den Passagier ab Kassel-Calden würde das nur eines bedeuten, heißt es: Auf seinem Ferienflieger steht möglicherweise nicht XL, sondern Hamburg Airways. Und es könnte sein, dass er in einem Airbus Platz nimmt, nicht in einer Boeing 737.

Bilder: Die Entstehung des Flughafens Calden

Flughafen Kassel-Calden: Die Entstehung in Bildern

Während einer Aufsichtsratssitzung der Flughafen GmbH gestern Abend im Kasseler Schlosshotel waren die Probleme der XL Airways nur am Rande ein Thema. Vielmehr freute man sich, dass alles im grünen Bereich ist am Flughafen. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, sagte, dass zwar erst ganz am Schluss abgerechnet werde, der Flughafen aber nicht teurer werde als die kalkulierten 271 Millionen Euro.

Das Einzige, was man nicht wisse, ist, ob am 4. April zur Eröffnung auch alle Sträucher im Außenbereich des Flughafens schon gepflanzt sein werden. Schäfer: „Solche Probleme würden die in Berlin gern haben.“ (tho)

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