Ergebnisse nach vier bis sechs Stunden

Team aus dem Klinikum Kassel testete am Kassel Airport Rückkehrer

Eine Klinikum-Mitarbeiterin zeigt ein Corona-Teströhrchen.
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Eine Klinikum-Mitarbeiterin zeigt ein Corona-Teströhrchen. Von den in Calden gelandeten Urlaubern wurden alle negativ getestet.

Ein Team des Klinikums Kassel hat am Kassel Airport Rückkehrer aus Mallorca getestet und die Proben ausgewertet. Mittlerweile stehen alle Ergebnisse fest.

Schnell sollte es gehen. „Je eher die Betroffenen Klarheit haben, desto besser – auch, weil da teilweise Ängste im Spiel sind“, sagt Dr. Marcus Thomé, Chefarzt für Infektionsdiagnostik und Klinische Mikrobiologie am Klinikum Kassel. Nach der Einführung der Testpflicht für Urlauber aus Risikogebieten und der Einstufung Mallorca als ebensolches, wurden auch am Kassel Airport in der vergangenen Woche kurzfristig Tests angeboten. Darum, dass die Rückkehrer schnell ihr Ergebnis bekamen, kümmerten sich Thomé und sein Team.

Freitagnacht hatte der Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie davon erfahren, dass am Flughafen in Calden Testmöglichkeiten geschaffen werden sollen. „Samstag haben wir dann alles organisiert und Sonntag die ersten Abstriche genommen.“ Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, dem Flughafen und der Polizei habe in der Zeit gut funktioniert. „Da hat alles gepasst“, sagt Thomé. Auch die Begebenheiten vor Ort seien optimal gewesen – zum einen wegen der Übersichtlichkeit im Flughafen, aber auch, weil die Frequenz der landenden Flüge – je einer am Sonntag, am Montag und am Mittwoch – entspannt gewesen sei.

Auch bei der Zusammenarbeit mit den Rückkehrern gab es keine Probleme. „Es lief alles sehr entspannt ab“, sagt Thomé, der die Urlauber gemeinsam mit einem Kollegen noch am Gepäckband abstrich. Das sei nicht an allen Flughäfen so gewesen. „Es gab an anderen Orten Unmut und sogar Gewaltandrohungen.“

Zur Identifizierung mussten die Rückkehrer ihre Aussteigerkarten abgegeben. Diese wurden vom Team des Klinikums mit den Passagierlisten abgeglichen und digital erfasst. Schwierigkeiten wie zuletzt in Bayern, wo Urlauber Zettel teilweise unvollständig oder unleserlich ausfüllten und so nicht gefunden werden konnten, gab es so nicht, sagt Thomé.

Da das Labor im Klinikum am Wochenende nur dünn besetzt ist, übernahm der Chefarzt die ersten Auswertungen am Sonntag selbst, an den beiden anderen Tagen kümmerte sich die normale Besetzung. „50 bis 90 Passagiere saßen in den Maschinen. Diese Anzahl an Tests auszuwerten war kein Problem. Da sind wir aus den letzten Monaten anderes gewohnt“, erklärt Thomé.

Nach vier bis sechs Stunden lagen die Ergebnisse vor. Diese wurden direkt ans für die Stadt und den Landkreis zuständige Gesundheitsamt übermittelt, das wiederum die Urlauber per Telefon informierte. „Die meisten Passagiere, die Montag gelandet sind, wussten so Montagabend schon Bescheid“, sagt Thomé. Für sie sicherlich die beste Nachricht: Alle Tests der Passagiere der drei Maschinen aus Palma de Mallorca waren negativ.

Von Marie Klement

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