Startzeitpunkt ungewiss

Flughafen: Turkish Airlines fordert VIP-Lounge in Calden

Kassel/Calden. Die angekündigten Flüge der Turkish Airlines (TA) ab Kassel-Calden sind noch nicht in trockenen Tüchern. Nach Informationen der HNA könnten entsprechende Pläne an den überzogenen Forderungen der türkischen Fluglinie scheitern.

So fordert TA den Bau einer repräsentativen Vip-Lounge für Passagiere der ersten und der Business-Klasse sowie einer Frachthalle.

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Der Pressereferent der Airline in Deutschland, Thorsten Neu, wollte dies nicht kommentieren. Auch zum Zeitpunkt der Aufnahme von Flügen von Istanbul nach Kassel-Calden mochte er keine Angaben machen. Flughafenchefin Maria Anna Muller äußerte sich zurückhaltend. TA habe sich für den Flughafen entschieden, und sie habe keinen Zweifel daran, dass die Gesellschaft komme. Es könne aber Oktober werden.

Wie berichtet, hatte TA im November angekündigt, Kassel-Calden und Münster-Osnabrück anfliegen zu wollen. Konkrete Angaben zum Zeitpunkt und zur Häufigkeit der Flüge machte die Airline aber nicht. Münster-Osnabrück scheint mit Turkish Airlines schon weiter zu sein. „Wir gehen davon aus, dass es in der ersten Jahreshälfte losgeht“, sagte Sprecher Andrés Heinemann.

Bilder aus der Geschichte des Flughafens Kassel-Calden

Kassel-Calden
Die Wurzel des neuen Airports liegen in der Fulda-Aue zwischen Waldau und Lohfelden. © 
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Dort entstand in den 20er-Jahren ein Flugplatz, der 1924 eröffnet wurde. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
In Kassel-Waldau starteten und landeten die Flugzeuge viele Jahre auf dem Rasen. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Von 1930 bis 1945 diente er dem Flugzeugbauer Fieseler als Werksflugplatz. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
In den 60er-Jahren drängte die Wirtschaft die Stadtväter zur Suche nach einem neuen Standort. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Das verkehrsgünstig gelegene Gelände in Waldau wurde als Wohn- Gewerbe- und Industriefläche gebraucht. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Fündig wurde die Stadt schließlich in Calden, wo Otto Freiherr Wolff von Gudenberg 1968 rund 200 Hektar Land zum Kauf anbot. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Nur zwei Jahre später, am 19. Juli 1970, wurde der Verkehrslandeplatz Kassel-Calden eröffnet. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Bereits in der Bauphase bildete sich in den Caldener Ortsteilen Ehrsten und Fürstenwald eine Bürgerinitiative gegen das Projekt. Allerdings konnte sie es nicht verhindern. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Schon bald entwickelte sich ein reger Flugbetrieb. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Neben Charterflügen nach Dalamatien im damaligen Jugoslawien sowie zu anderen Mittelmeerzielen wurden Linienflüge nach Berlin, Köln-Bonn, München und Düsseldorf angeboten. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Pause: Bauarbeiter nehmen sich am Flughafen Kassel-Calden eine leine Auszeit. Das Foto entstand 1969. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
Tankstopp auf dem Flughplatz in Kassel-Waldau © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
1972 flogen ab Calden Flugzeuge nach Dalmatien. Eines trug den Namen des Caldener Ortsteils Meimbressen. Unser Foto zeigt Stewardess Barbara Hille (Mitte) aus Kassel mit Kolleginnen. © HNA-Archiv
Geschichte des Flughafens Kassel-Calden
 © HNA-Archiv

Derzeit würden letzte Details geklärt. In Calden stehen unterdessen erst wenige Flüge auf dem Plan. Fest gebucht sind ab dem Frühjahr wöchentlich je zwei nach Mallorca und Antalya. Hinzu kommen Sonderreisen nach Kalabrien, Cornwall, Jersey und auf die Azoren sowie nach Ancona, Istanbul und Tel Aviv.

2013 hat der neue Airport sein Fluggastziel deutlich verfehlt. Statt der zuletzt erwartete 60.000 bis 70.000 Passagiere waren es nur 46 500. Wie hoch das Defizit ausgefallen ist, steht nach Angaben Mullers noch nicht fest. Allgemein wurde ein Minus in Vorjahreshöhe, also von 6,6 Mio. Euro, erwartet. Beobachter schließen aber nicht aus, dass es größer wird. In diesem Jahr soll sich der Verlust auf 8,1 Mio. Euro belaufen.

Von José Pinto

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