Startzeitpunkt ungewiss

Flughafen: Turkish Airlines fordert VIP-Lounge in Calden

Kassel/Calden. Die angekündigten Flüge der Turkish Airlines (TA) ab Kassel-Calden sind noch nicht in trockenen Tüchern. Nach Informationen der HNA könnten entsprechende Pläne an den überzogenen Forderungen der türkischen Fluglinie scheitern.

So fordert TA den Bau einer repräsentativen Vip-Lounge für Passagiere der ersten und der Business-Klasse sowie einer Frachthalle.

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Der Pressereferent der Airline in Deutschland, Thorsten Neu, wollte dies nicht kommentieren. Auch zum Zeitpunkt der Aufnahme von Flügen von Istanbul nach Kassel-Calden mochte er keine Angaben machen. Flughafenchefin Maria Anna Muller äußerte sich zurückhaltend. TA habe sich für den Flughafen entschieden, und sie habe keinen Zweifel daran, dass die Gesellschaft komme. Es könne aber Oktober werden.

Wie berichtet, hatte TA im November angekündigt, Kassel-Calden und Münster-Osnabrück anfliegen zu wollen. Konkrete Angaben zum Zeitpunkt und zur Häufigkeit der Flüge machte die Airline aber nicht. Münster-Osnabrück scheint mit Turkish Airlines schon weiter zu sein. „Wir gehen davon aus, dass es in der ersten Jahreshälfte losgeht“, sagte Sprecher Andrés Heinemann.

Bilder aus der Geschichte des Flughafens

Bilder aus der Geschichte des Flughafens Kassel-Calden

Derzeit würden letzte Details geklärt. In Calden stehen unterdessen erst wenige Flüge auf dem Plan. Fest gebucht sind ab dem Frühjahr wöchentlich je zwei nach Mallorca und Antalya. Hinzu kommen Sonderreisen nach Kalabrien, Cornwall, Jersey und auf die Azoren sowie nach Ancona, Istanbul und Tel Aviv.

2013 hat der neue Airport sein Fluggastziel deutlich verfehlt. Statt der zuletzt erwartete 60.000 bis 70.000 Passagiere waren es nur 46 500. Wie hoch das Defizit ausgefallen ist, steht nach Angaben Mullers noch nicht fest. Allgemein wurde ein Minus in Vorjahreshöhe, also von 6,6 Mio. Euro, erwartet. Beobachter schließen aber nicht aus, dass es größer wird. In diesem Jahr soll sich der Verlust auf 8,1 Mio. Euro belaufen.

Von José Pinto

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