Flughafen Kassel-Calden

Grüne zu Aus von Muller: "Ein Personalwechsel wird die Probleme nicht lösen"

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Maria Anna Muller.

Kassel/Wiesbaden. Nach der Ablösung der Geschäftsführerin Maria Anna Muller verlangen die hessischen Grünen einen "zukunftsfähigen Kurs" für den Flughafen Kassel-Calden. Die Weichen müssten so gestellt werden, dass das Defizit um zehn Prozent pro Jahr reduziert werde.

Das erklärte die verkehrspolitische Sprecherin der Landtags-Fraktion, Karin Müller. "Ein Personalwechsel am Flughafen Kassel-Calden wird die Probleme allein sicher nicht lösen können", sagte die Kasselerin am Sonntag.

Der Vertrag mit Geschäftsführerin Maria Anna Muller ist im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden. Dies teilte der Aufsichtsratschef des Flughafens, Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), am Samstag mit.

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Die seit Anfang des Jahres in Hessen mit der Union regierenden Grünen gehörten zu den größten Kritikern des Flughafen, der 270 Millionen Euro gekostet hat und im April vergangenen Jahres eröffnet wurde. Im schwarz-grünen Koalitionsvertrag wurde die Betreibergesellschaft aufgefordert, ihr Defizit um mindestens zehn Prozent pro Jahr zu reduzieren. 2017 sollen die Perspektiven des Flughafens überprüft werden.

Erfolgsdruck zu groß

Die 54-Jährige Muller war nur eineinhalb Jahre im Amt.

In einer gemeinsamen Presseerklärung von Schäfer, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH Kassel-Calden (FGK) ist, mit Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen hieß es am Samstag zur Begründung der Vertragsauflösung: „Der Erfolgsdruck, der auf Maria Anna Muller lastete, und die Erwartungen der medialen Beobachter, aus Politik und Wirtschaft und nicht zuletzt auch aus der Bevölkerung, haben in den vergangenen Wochen und Monaten in einer Art und Weise auf sie eingewirkt, die es ihr zunehmend schwerer machten, ihre Kernaufgabe von äußeren Einflüssen unbelastet wahrzunehmen.“ (dpa/bho)

Weitere Informationen zur Vertragsauflösung von Muller finden Sie hier im Laufe des Tages.

Video: Vertragsauflösung von Muller - Umfrage am Flughafen Kassel-Calden

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