Am Fluss wird gleich weitergefeiert

Wintershall-Party nach dem Eröfffnungskonzert: Von links Lutz Engelhardt (Kulturzelt), Sängerin Miriam Bryant, Angelika Umbach (Kulturzelt), Sängerin Irma von den Urban Mash Up All Stars, Wintershall-Vorstandschef Dr. Rainer Seele, Vorsitzende Gerda Wagner vom Förderverein Kurbad Jungborn und Bühnengestalter Oliver Doerr, der das Kurbadgelände inszeniert hat und am Premierenabend Geburtstag feierte. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Die Atempause war nur kurz im Reigen der Kasseler Feierlichkeiten und Attraktionen: An einem herrlichen Sommerabend genossen viele Hundert Konzert- und Biergartenbesucher den Auftakt der Kulturzeltsaison.

„Jetzt kommt die Welt zu mir“ – diese Songzeile von Soulman Flo Mega von den Urban Mash Up All Stars spiegelte das sommerliche Lebensgefühl rund um die Drahtbrücke wider, auf das sich Kulturzeltfans Jahr für Jahr freuen. Ihnen hat Veranstalterin Angelika Umbach keinen roten, sondern einen grünen Teppich ausgelegt: Mit dem frischen Rollrasen unter den Tischen und Bänken „wollen wir Gras über den Hessentag wachsen lassen“, sagte sie.

Immer noch frisch ist die allgemeine Freude über Kassels neuen Weltkulturerbestatus. Das spürt auch Dr. Rainer Seele, Chef des Kulturzelt-Hauptsponsors Wintershall, täglich an den Reaktionen seiner internationalen Telefongesprächspartner, wie er erzählte: „Mich überfällt dabei ein Gefühl des Stolzes darauf, dass Kassel etwas ganz Besonderes ist.“ Stadtjubiläum, Hessentag, Welterbe und jetzt erst mal Kulturzelt – auch bei der Stadt war laut Oberbürgermeister Bertram Hilgen mancher skeptisch, wie die Einwohner den hohen Attraktionspegel verdauen. Aber „die Kasseler sind belastbar, beim Arbeiten wie beim Feiern“, lautet Hilgens Zwischenfazit.

Zur Feier von 32 Sommerabenden geben in nächster Zeit internationale Bands und Künstler den Ton im Zeltbau an der Fulda an. Den Förderern ist das im 27. Festivaljahr Anlass für eine Liebeserklärung: „Wintershall loves Kulturzelt“ stand auf einem Banner an der Mauer des Kurbades Jungborn am gegenüberliegenden Fuldaufer. Dorthin wechselten nach dem Eröffnungskonzert viele Besucher zu einem Empfang des Konzerns. Wie in den Vorjahren hatten Bühnengestalter Oliver Doerr und sein Team das Gelände der alten Badeanstalt spektakulär mit leuchtenden Stoffballons, einer Freiluftbar, Pavillons und Lounge-Sitzecken in Szene gesetzt. Dort feierten die Gäste – wie auch jene jenseits des Flusses – noch bis spät in die Sommernacht, genossen die bunten Lichtspiegeleien und die neue Leichtigkeit einer Stadt, der die Freude an Feiern zum neuen Lebensgefühl geworden zu sein scheint.

Bei der Kulturzelt-Eröffnung dabei waren Intendant Thomas Bockelmann mit Christina Weiser (Staatstheater), Ex-Finanzminister Hans Eichel mit Gabi Wolff-Eichel (Freunde des Stadtmuseums), Bauunternehmer Thilko Gerke mit Mutter Hilke Gerke, Jurist Dr. Jürgen Spalckhaver, Großflächenwerber Miki Lazar, Françoise und Torsten Evers (Heinsius + Sander) sowie Christine Knüppel (Kulturzentrum Schlachthof).

Eröffnung des Kasseler Kulturzeltes

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