Prof. Hensel koordiniert Stiftungsinitiative

VW fördert Ingenieure für Afrika

Oliver Hensel

Kassel. Die Volkswagen-Stiftung fördert in ihrer Afrika-Initiative erstmals auch Ingenieure, um für den dortigen wissenschaftlichen Nachwuchs neue Chancen zu eröffnen. Prof. Oliver Hensel von der Uni Kassel wurde für die nächsten zwei Jahre als Koordinator für das Stipendiaten-Programm benannt.

Hensel leitet das Fachgebiet Agrartechnik am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften am Uni-Standort Witzenhausen.

Die VW-Stiftung hat 2,5 Millionen Euro Fördergeld bis 2016 zur Verfügung gestellt. Davon werden innerhalb des „Junior African Fellowship“-Programms an ausgewählte Post-Doktoranden aus Afrika Stipendien in Höhe von rund 237 000 Euro vergeben. Die Forschungsprojekte sind dabei vor Ort in Afrika angesiedelt, einmal im Jahr finden Treffen statt. So nahmen kürzlich in Witzenhausen die ersten Stipendiaten an Seminaren zur statistischen Versuchsplanung, Ingenieur-Software und Didaktik teil.

Im sub-saharischen Afrika stünden die Ingenieurwissenschaften noch am Anfang, sagt Prof. Oliver Hensel. Dabei könnten afrikanische Wissenschaftler mit anwendungsorientierten Forschungsprojekten dazu beitragen, Lösungen für Probleme wie Ressourcenknappheit oder Fragen der Nahrungsmittel- und Energieversorgung zu finden.

Die ausgewählten Stipendiaten aus Uganda, Simbabwe, Kenia, dem Senegal und der Elfenbeinküste orientierten sich in ihren Projekten an den konkreten Bedürfnissen in ihrer Heimat: etwa der Versorgung der Megastädte Afrikas mit sauberem Wasser, der Energiegewinnung aus Zuckerrohr und der nachhaltigen Nutzung von Fäkalschlamm für die Landwirtschaft. (rud)

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