Unterstützer des Rettungshubschraubers wollen Querelen hinter sich lassen

Nach Querelen: Förderverein Christoph 7 startet neu

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Neue Vereinsspitze: Der Vorsitzende Frank Ingber (Mitte) mit Beisitzer Peter Keim (links) und dem 2. Vorsitzenden Dr. Ingo Sondergeld stehen vor dem Rettungshubschrauber Christoph 7 auf dem Dachlandeplatz des Rot-Kreuz-Krankenhauses in Kassel. Zum Vorstand gehören außerdem Kassiererin Ramona Folger und Schriftführer Dr. Holger Pönitz.

Kassel. Es waren keine leichten Monate, die der Förderverein Christoph 7 hinter sich hat. Im vorigen Jahr waren schwere Querelen öffentlich geworden, die den Verein fast zerrissen hätten. Nun will der neue fünfköpfige Vorstand mit Frank Ingber als Vorsitzendem durchstarten.

Die Vergangenheit will der Förderverein hinter sich lassen und wieder neue Mitglieder gewinnen. Nach den internen Querelen seien etwa 50 Mitglieder ausgetreten. Auch einige frühere Vorstandsmitglieder verließen den Verein, darunter der langjährige Vorsitzende Dr. Peter Stahl. Dennoch betont der neue Vorstand dessen Verdienste: „Ohne das Engagement von Peter Stahl würde es den Förderverein so nicht geben“, sagte Beisitzer Peter Keim.

Froh sind Ingber und Stellvertreter Dr. Ingo Sondergeld darüber, dass sich das Verhältnis zu Deutschem Roten Kreuz (DRK), Rot-Kreuz-Krankenhaus und Bundespolizei-Fliegerstaffel gebessert habe. Die Betreiber des Rettungshubschraubers hatten die Kooperation mit dem Förderverein Ende 2014 sogar aufgekündigt.

Nach versöhnlichen Gesprächen plane man nun mehrere Veranstaltungen. So soll im September gemeinsam die Jahrestagung der zwölf Zivilschutzhubschrauber der Bundespolizei ausgerichtet werden. In Planung sei dazu unter anderem eine große Übung am Edersee, sagte Ingber.

Auch die traditionelle Nikolausaktion soll es weiter geben. Voraussichtlich am 12. Dezember sollen alle Kinder eingeladen und beschenkt werden, die im vergangenen Jahr Patienten der Christoph-7-Besatzung waren.

Diese Aktion sei ein Beispiel für Betätigungsfelder für den Förderverein, sagte Keim. Denn die Luftrettungsstation sei für den laufenden Betrieb nicht so sehr auf Unterstützung angewiesen wie zu früheren Zeiten. Inzwischen würden in der Regel die Kosten für die Basis-Ausstattung von den Krankenkassen übernommen.

In einigen Fällen könne der Förderverein die Arbeit der Besatzung dennoch erleichtern. Angedacht sei zum Beispiel, jeden der acht Rettungsassistenten mit einer Rettungsschere auszustatten, sagte Sondergeld. Bisher gebe es für die ganze Crew nur eine Schere, die pro Stück 80 Euro koste.

Noch sei die Übergabe der Amtsgeschäfte nicht abgeschlossen, sagten Ingber und seine Vorstandskollegen. Aber die Kasse sei ordentlich gefüllt, so dass der Verein seine durch die Satzung gegebenen Aufgaben erfüllen könne.

Am Donnerstag, 2. Juli, soll die nächste Mitgliederversammlung stattfinden. Dann soll auch die neue Homepage des Fördervereins online sein, die derzeit im Aufbau sei.

Mitglieder können die Höhe ihres Jahresbeitrags ab einem Wert von zehn Euro selbst festlegen. Im Durchschnitt zahlten die aktuell 935 Mitglieder 17 Euro Jahresbeitrag. Kontakt: Förderverein Christoph 7, E-Mail: info@christoph7-verein.de, neue Adresse der Homepage www.christoph7-verein.de ab Anfang Juli zu erreichen.

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